Klinik für Anaesthesiologie

Arzt und verschiedene Monitore zur Überwachung der Körperfunktionen

Leitung: Univ.-Prof. Dr. med., Dipl.-Phys. Eberhard Kochs

Kontakt:
Tel.: 089 4140 - 4291
Fax: 089 4140 - 4886 
E-Mail: anaesth.sekretariat(at)lrz.tum.de

Homepage: www.anaesth.med.tum.de

 

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen in der Klinik für Anaesthesiologie

Das Expertenteam der Klinik für Anaesthesiologie steht allen Patienten des Klinikums im Falle einer Operation und bei Schmerzen zur Verfügung. Die Anästhesiologen befassen sich mit den Methoden der Schmerzausschaltung und Narkose (Anästhesie), der Intensivmedizin, der Schmerztherapie (Algesiologie) und der Notfallmedizin. Um diesen komplexen Aufgaben gerecht zu werden, arbeitet das Ärzteteam eng mit Kollegen anderer Fachrichtungen zusammen. Die schmerztherapeutische Betreuung betrifft sowohl Patienten mit akuten Schmerzen nach einer Operation als auch – in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie – chronisch schmerzkranke Patienten. Eine interdisziplinäre Intensivstation mit acht Betten bündelt diese Kooperationen. Eine weitere wichtige Aufgabe der Klinik für Anaesthesiologie ist die Organisation des Notarztdienstes auf der Feuerwache Riem.
Mit jährlich über 45.000 Anästhesieleistungen verfügt die Klinik über eine außerordentliche Erfahrung in der Narkose und Schmerzbehandlung. Die ständige Weiterentwicklung der Methoden und regelmäßige Qualitätskontrollen ermöglichen den über 50 Ärzten und über 50 Schwestern und Pflegern eine Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau.

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte der Klinik für Anaesthesiologie

Schmerztherapie

In der Schmerztherapie kommen unter anderem folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Die segmentale Schmerztherapie mit rückenmarksnahen und peripheren Regionalanalgesie-Verfahren, d. h. Verfahren, die zu einer Unterdrückung bzw. Aufhebung des Schmerzes in einer bestimmten Körperregion führen, indem sie seine Weiterleitung durch die Nervenzellen temporär oder dauerhaft stoppen.
  • Systemisch verabreichte Opioiden, d. h. die Schmerzbehandlung erfolgt über regelmäßige Infusionen oder die regelmäßige Einnahme von Schmerzmedikamenten nach einem vorher festgelegten Plan, die systemisch - auf den gesamten Körper - wirken.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie und der Klinik für Psychosomatische Medizin wird eine gemeinsame Schmerzambulanz betrieben. Für stationäre Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen steht ein Schmerzkonsiliardienst zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerztherapie (ZIS) und auf der Homepage der Klinik für Anaesthesiologie unter "Schmerztherapie".

Intensivmedizin

Auf der Intensivstation wird das gesamte Spektrum der modernen Intensivtherapie angeboten. Das Stationsteam betreut hier schwerstverletzte Patienten (Polytrauma, Schädelhirntrauma), akut schwer erkrankte Patienten (neurologische und das Herz betreffende Erkrankungen) und Patienten nach großen operativen Eingriffen aus allen Kliniken des Hauses (HNO, MKG, Urologie, Orthopädie, Gynäkologie, Neurochirurgie, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie). Ein besonderer Schwerpunkt ist die Beatmungstherapie. Es werden sämtliche moderne Beatmungsverfahren inklusive der nicht-invasiven Beatmung angewendet. Seit 1995 wird die perkutane Dilatationstracheotomie durchgeführt.

Notarztdienst

Der Notarztdienst (NEF Riem) wird von der Klinik für Anaesthesiologie organisiert und in Zusammenarbeit mit der Klinik für Chirurgie betrieben. Die Rettungswache in Riem ist eine Lehrrettungswache, die die Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr München und aller Hilfsorganisationen und Notärzte für den Fachkundenachweis ausbildet.

Qualitätsmanagement

Die Ärzte der Klinik für Anaesthesiologie dokumentieren in erheblich ausgeweitetem Umfang die durchgeführten Anästhesie- und Operationsleistungen. Mit Hilfe der Qualitätskontrolle war es möglich, die OP-Organisation noch weiter zu optimieren und so die Zeit vor und nach der Operation für Patienten zu erleichtern.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte der Klinik für Anaesthesiologie

Die Klinik für Anaesthesiologie beteiligt sich intensiv an der Erforschung neuer und der Verbesserung bestehender Methoden. Für die wissenschaftliche Arbeit konnten die Ärzte pro Jahr über 800.000 Euro an Forschungsgeldern einwerben. Folgende Themen stehen im Mittelpunkt der medizinischen Forschung:

  • Zerebrale elektrische und hämodynamische Funktion unter Anästhesie
  • Postoperative kognitive Funktion
  • Hirnprotektion
  • Neuropharmakologie
  • Muskelrelaxantien
  • Septische Enzephalopathie
  • Septische Polyneuropathie
  • Anästhesie bei Morbus Alzheimer
  • Neuronale Ionenkanal-Phänomene unter Einwirkung von Anästhetika
  • Neue Opioid-Anästhetika
  • PET- und elektrophysiologische Untersuchungen zur Nozizeption und Analgesie

Weitere Informationen zu den einzelnen wissenschaftlichen Schwerpunkten der Klinik für Anaesthesiologie finden sie auf der Homepage der Klinik unter "Forschung".