Klinik und Poliklinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie

Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein

Kontakt:
Tel. 089 4140-2167
Fax 089 4140-4861
E-Mail: gefaesschirurgie(at)lrz.tum.de

Homepage: www.gchir.med.tum.de
 

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen

 

Die Klinik für Gefäßchirurgie versorgt seit mehr als 25 Jahren Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen der Schlagadern und Venen. Schwerpunkte sind die Behandlung von Verengungen der Halsschlagadern (Carotisstenosen), Erweiterungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysma), Verschlussprozesse der Becken- und Beingefäße (arterielle Verschlusskrankheit), die Anlage von AV-Shunts für Dialyse-Patienten sowie die operative Therapie von Krampfadern (Varikosis).
Auf eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit wird besonderen Wert gelegt. Hierzu wurde im Jahre 2001 das Interdisziplinäre Zentrum für Gefäßerkrankungen (ICG) am Klinikum rechts der Isar gegründet. In diesem Zentrum arbeiten Gefäßchirurgen, Interventionelle Radiologen, Angiologen, Neurologen, Nephrologen und Diabetologen eng zusammen, um den Patienten eine optimale Diagnostik und Therapie anbieten zu können.

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte

 

Am Anfang steht die ausführliche Befragung des Patienten und die körperliche Untersuchung. In zunehmenden Maße kommen dabei auch nicht-invasive Verfahren zum Einsatz, die es ermöglichen Informationen über die Erkrankung zu gewinnen, ohne dafür in den Körper einzudringen. Hierzu gehört in erster Linie der Ultraschall. Weitere Verfahren, die in der Klinik für Gefäßchirurgie eingesetzt werden, sind:

  • Dopplersonographie
  • Duplexsonographie
  • Angiographie (Gefäßdarstellung)
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT, auch Kernspintomographie)


Nach einer ausführlichen Diagnostik, stehen den Patienten alle modernen Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Therapie erfolgt nach national und international anerkannten Richtlinien. Erkrankungen, die besonders häufig in der Klinik für Gefäßchirurgie behandelt werden, sind:

  • Stenosen der Arteria carotis (Halsschlagaderverengung)
  • Aortenaneurysmen und periphere Aneurysmen
  • Verschlüsse und Stenosen der Beinarterien
  • Primäre Varikosis
  • Primäranlage und Korrekturoperationen von Dialyseshunts
     

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

 

Um Patienten mit Gefäßerkrankungen in Zukunft noch besser helfen zu können, führt die Klinik für Gefäßchirurgie eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen durch. Die Klinik beteiligt sich an mehreren zum Teil internationalen Studien sowie an interdisziplinären Neuentwicklungen diagnostischer und therapeutischer Verfahren. Schwerpunkte der Forschung betreffen unter anderem folgende Themen:

  • Vergleich zweier Maßnahmen zur Erweiterung einer verengten Halsschlagader (Carotis TEA versus Carotis PTA).
  • Diagnostik, Therapie, Nachbehandlung und Ergebnisqualität von Patienten mit peripheren arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen oder chronischer Hämodialyse in der Integrierten Versorgung (VAM-MOS: VAskuläre Medizin - Management und Outcome)
  • Bedeutung der Transcraniellen Dopplersonographie (TCD) und der diffusionsgewichteten Kernspintomographie zum Nachweis von Mikroembolien und neuropsyschologischen Auswirkungen bei der Carotis-TEA
  • Interdisziplinäres Projekt zur Erstellung einer Leitlinie für die Behandlung von Carotisstenosen (S3-Leitlinie)
  • Intravaskuläre Brachytherapie venöser Dialyseshuntstenosen - ein Ansatz zur Hemmung der neointimalen Hyperplasie und Verbesserung der sekundären Offenheitsrate nach venöser PTA
  • Die Bedeutung der Perilipinexpression für die Plaquestabilität der A. carotis

 

Ausstattung und Services

 

Die Klinik für Gefäßchirurgie verfügt über eine Ambulanz, eine Bettenstation mit 28 Betten sowie einer Intensivstation mit vier Betten. Die Patienten werden von einem erfahrenen Team aus 11 Ärzten und über 30 Pflegern kompetent betreut.
Mithilfe der ambulanten Venenchirurgie ist es möglich, die minimal invasive Varizentherapie (VNUS-Closure) durchzuführen - ein modernes und erprobtes Verfahren zur Krampfaderbehandlung.
Speziell ausgebildete Mitarbeiter sorgen für eine differenzierte Wundtherapie von Patienten mit chronischen Wunden wie beispielsweise Patienten mit Ulcus cruris ("offenes Bein") und diabetischem Fuß.
Pro Jahr behandelt das Ärzteteam circa 7000 Patienten ambulant und 700 stationär. Die Betreuung erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gefäßspezialisten und Hausärzten. Durch diese "integrierte Versorgung" kann die Therapie optimiert und die Zeit, die ein Patient im Klinikum verbringen muss, verkürzt werden.