Psychosomatische Station 1/21

Leitung: Dr.med. Joram Ronel



Sekretariat:Christiane Marek

Tel. 089 4140-4413

Fax 089 4140-6452

Email: c.marek(at)lrz.tum.de


Die Behandlung auf der Station

 


Unsere Station befindet sich in einem modernen und hell gestalteten Neubau inmitten des Geländes des Klinikums rechts der Isar. Eine großzügige Dachterrasse steht ebenso wie die Grünanlagen des Klinikums zur Verfügung. Unsere Station verfügt über 24 Betten, in der Mehrzahl handelt es sich um 2- oder 3-Bett-Zimmer. Bei entsprechendem Versicherungsanspruch kann, abhängig von der Verfügbarkeit, eine Unterbringung in einem Einzelzimmer erfolgen.

Wir behandeln Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten psychosomatischen Diagnosespektrum, wobei wir uns bemühen, das Behandlungsangebot so individualisiert wie möglich zu gestalten. Unsere Station ist dabei auf die Behandlung von Patienten mit körperlichen Beschwerden (unabhängig davon, ob diese seelischer oder organischer Ursache sind) spezialisiert. In diesem Rahmen werden explizit auch somatisch erkrankte Patienten aufgenommen, sofern sie von unserem Behandlungsangebot profitieren. Eine stationäre Behandlung dauert in der Regel vier bis acht Wochen. Mit allen Patienten werden zu Beginn des Aufenthaltes individuelle Therapieziele gemeinsam vereinbart. Dadurch haben wir die Möglichkeit, den Behandlungserfolg oder Schwierigkeiten bei der Annäherung an die eigenen Ziele fortlaufend zu beobachten und zu evaluieren.

Flyer "Stationäre psychosomatische Medizin und Psychotherapie" (PDF-Datei)

 

Behandlungsspektrum:



Organisch nicht ausreichend erklärbare körperliche Beschwerden

  • Sogenannte somatoforme oder funktionelle Beschwerden
  • chronische Schmerzsyndrome (z.B. Fibromyalgie)
  • Störungen des oberen und unteren Verdauungstraktes (z.B. Reizdarm)
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Störungen der Bewegung (z.B. Lähmungserscheinungen) und der
  • Empfindung (z.B. Taubheitsgefühle)
  • chronische Müdigkeit und Schwäche (z.B. Fatigue)

 

Psychische Störungen

  • Ängste, einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen
  • und Traumafolgestörungen
  • Depressionen
  • Zwangserkrankungen
  • Ess-Störungen (Anorexie, Bulimie)
  • Persönlichkeitsstörungen


Körperliche Erkrankungen mit behandlungsbedürftigen psychischen Beeinträchtigungen oder Folgestörungen

  • Herz- und Kreislauferkrankungen, z.B. Herzinfarkte, Rhythmusstörungen,
  • Defi-Implantationen (Psychokardiologie)
  • Tumorerkrankungen (Psychoonkologie)
  • Organtransplantationen
  • Verschiedene andere internistische, neurologische, gynäkologische, urologische oder dermatologische Grunderkrankungen


Außerdem können wir neben diagnostischen Kurzaufenthalten und Kriseninterventionen eine Vorbereitungs- oder Nachsorgetherapie auf seelisch belastende Eingriffe (wie Chemotherapie, Strahlenbehandlung, Transplantation, etc.) in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen im Klinikum rechts der Isar anbieten.

Kontraindikationen für eine stationäre Behandlung sind akute schizophrene Erkrankungen, aktuelle Suchtmittelprobleme sowie Selbst- oder Fremdgefährdung.

Unser Konzept



Unsere Aufmerksamkeit richtet sich stets sowohl auf die körperlichen Beschwerden als auch auf die psychischen und sozialen Aspekte, welche für die Behandlung relevant sind. Neben einem körperpsychotherapeutisch und somatisch betonten Behandlungsangebot bieten wir einen stabilisierenden und ressourcenaktivierenden Schwerpunkt sowie ein tiefenpsychologisches Setting, bei dem es um Einsicht und Lösungen für oftmals verborgene innerseelischer Konflikte geht, an. Um den Besonderheiten der verschiedenen Erkrankungen und der einzelnen Patienten Rechnung zu tragen, verfolgen wir einen individualisierten, interdisziplinären und multimodalen Ansatz.

Hierzu stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden und Angebote zur Verfügung:

  • Ärztliche und psychologische Psychotherapie (Einzel und in der Gruppe)
  • Spezialisierte Bezugspflege/Therapiezielgespräche
  • Körperpsychotherapie (KBT und integrative Körpertherapie, 
  • in der Gruppe, nach Indikation auch Einzel)
  • Kunsttherapie (in der Gruppe, nach Indikation auch Einzel)
  • Physiotherapie (Einzelbehandlung und Bewegungserfahrung
  • nach Feldenkrais in der Gruppe)
  • Ressourcengruppe
  • Imaginationsgruppe
  • Sportgruppe
  • Qi-Gong-Gruppe
  • Aktivitätsgruppe
  • Psychoedukation
  • Paar- und Familiengespräche
  • Soziales Kompetenztraining
  • Sozialrechtliche Beratung
  • Psychosomatische, internistische, neurologische und 
  • psychiatrische Facharztkompetenz


Aufnahme und allgemeine Informationen

 


Die Aufnahme auf die Station erfolgt in aller Regel über unsere Allgemeine Ambulanz. Wenn Sie Interesse an einer stationären Behandlung haben, sollten Sie sich daher zunächst bei einem Mitarbeiter unserer Ambulanz vorstellen. Dort kann gemeinsam besprochen werden, ob die stationäre Behandlung auf unserer Station sinnvoll ist. Erstgespräche können Sie oder Ihr Hausarzt über unser Ambulanzsekretariat (Tel. 089-4140-4313) vereinbaren.

Nach telefonischer Anmeldung ist es außerdem möglich, unsere Station zu besichtigen und Fragen zum Ablauf der Behandlung und zum Stationsalltag zu besprechen (Tel. 089-4140-6446).

Die Kostenübernahme für die stationäre Behandlung erfolgt durch alle gesetzlichen Krankenkassen bzw. Privatversicherungen. Bei letzteren empfiehlt es sich allerdings, die Kostenübernahme vor Antritt der Behandlung zu klären.

Für weitere Informationen zur Behandlung steht Ihnen der Leiter der Station, Oberarzt Dr. Joram Ronel, zur Verfügung (E-Mail: j.ronel(at)lrz.tum.de)