Tagesklinik Jugend

Die Kinder- und Jugendpsychosomatik befindet sich in der Biedersteiner Str. 29, 80802 München.

Leitung: Sigrid Aberl

Sekretariat: Claudia Garbellotti

Tel. 089 4140-3341

Fax 089 4140-3339

E-Mail: TKJugend.psychosomatik(at)lrz.tum.de

Aufnahme und allgemeine Informationen

Die Aufnahme in die Tagesklinik erfolgt in aller Regel über unsere Allgemeine Ambulanz oder unsere Ambulanz für Traumafolgestörungen. Dort wird gemeinsam mit der Familie die Indikation für eine tagesklinische Behandlung besprochen und die Aufnahme in die Tagesklinik in die Wege geleitet.

In der Regel findet dann ein Vorgespräch mit einem Therapeuten der Tagesklinik statt, in dem konkrete Fragen zur tagesklinischen Behandlung geklärt werden können.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Tagesklinik benötigen Sie einen Überweisungsschein von Ihrem Hausarzt, sofern Sie nicht schon einen Überweisungsschein für das laufende Quartal bei uns abgegeben haben. Die Kostenübernahme erfolgt durch alle gesetzlichen Krankenkassen bzw. Privatversicherungen. Bei letzteren empfiehlt es sich allerdings, die Kostenübernahme vor Antritt der Behandlung zu klären.

Informationen zur Behandlung erhalten Sie über das Sekretariat.

Die Behandlung in der Tagesklinik Jugend

Die Tagesklinik verfügt derzeit über 8 Behandlungsplätze für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Die Behandlung richtet sich an Jugendliche, die in anhaltenden psychischen Belastungssituationen sind, welche zu Beeinträchtigungen im schulischen oder familiären Kontext oder mit Gleichaltrigen führen. In der Regel behandeln wir folgende Störungsbilder:

  • Medizinisch unerklärte Körpersymptome (Körperbeschwerden ohne klare organische Begründung; somatoforme/funktionelle Störungen)
  • Psychische Störungen (Ängste, Depression, etc.)
  • Körperliche Erkrankungen mit behandlungsbedürftigen psychischen Einflussfaktoren und Folgen (Asthma, Neurodermitis, sonstige chronische Erkrankungen)


Kontraindikationen für die Aufnahme in die Tagesklinik sind:

  • akute Suizidalität
  • geistige Behinderung
  • akute Psychosen oder
  • Störungen, die aufgrund ihrer Schwere in einem vollstationären Setting behandelt werden müssen.


Unser Konzept
Die Jugendlichen verbleiben während der intensiven medizinisch/therapeutischen Betreuung in ihrem aktuellen Lebenskontext eingebunden und kehren täglich in den Familienverband zurück. Dies ermöglicht eine gute Integration der Therapie in den Alltag des Jugendlichen und erhöht die Chancen einer frühen Reintegration des Jugendlichen nach Abschluss der Behandlung in die ursprüngliche Bezugswelt.

In der psychotherapeutischen Gruppenarbeit kommen milieutherapeutische, reittherapeutische, kunsttherapeutische und körpertherapeutische sowie schulenübergreifend verhaltenstherapeutische, systemische und tiefenpsychologische/ analytische Elemente zum Einsatz. So entsteht ein auf den Jugendlichen individuell zugeschnittenes Angebot.

Wir wollen die Jugendlichen unterstützen,

  • eigene Stärken und Ressourcen zu entfalten
  • hilfreiche, korrigierende Beziehungserfahrungen zu machen
  • achtsam mit sich selbst und mit anderen umzugehen
  • Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren
  • Vorbilder zu finden und eigene Perspektiven zu entwickeln
  • Planungs- und Handlungssicherheit zu gewinnen
  • Individualität zu entwickeln und zu bewahren


Mit allen Jugendlichen werden zu Beginn des Aufenthalts individuelle Therapieziele vereinbart. Dadurch werden Kohärenzen und das Erleben von Selbstwirksamkeit hergestellt. Der Behandlungserfolg kann somit über die Annäherung an die eigenen Therapieziele fortlaufend beobachtet und evaluiert werden.

Der Patient erhält im Rahmen des tagesklinischen Aufenthalts lösungsorientierte, einzeltherapeutische Begleitung. Darüber hinaus werden pädagogische Beratungsgespräche für Eltern und familientherapeutische Maßnahmen angeboten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit im sozialen Netzwerk. Fokussiert werden hierbei der Kontakt und die Zusammenarbeit mit bisher betreuenden Fachkollegen sowie der Schule.

Gegebenenfalls erfolgt am Ende des tagesklinischen Aufenthalts die Überleitung in weiterführende ambulante Behandlungsangebote.

Unsere Leitideen sind:

  • ein ressourcenorientierter Ansatz
  • Förderung von Autonomie und Selbstständigkeit
  • Erwerb sozialer Kompetenzen
  • Förderung von Alltagsfertigkeiten