Abteilung für Nephrologie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik

Ärzte vor einem Monitor mit einer Ultraschallaufnahme; copyright: M. Stobrawe

Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Heemann

Kontakt:
Tel.: 089 4140-2231
Fax: 089 4140-7734
E-Mail: nephrologie.office(at)mri.tum.de 

 

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Fachgebiet und behandelte Erkrankungen in der Abteilung für Nephrologie

Im Jahre 2002 wurde die Abteilung für Nephrologie ins Leben gerufen. Hier betreut ein Team aus Oberärzten, Assistenzärzten und wissenschaftlichen Mitarbeitern unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. h. c. Uwe Heemann Patienten mit Schwerpunkten auf:

 

Das medizinische Team der Abteilung für Nephrologie ist spezialisiert auf:

  • Behandlung akuter und chronischer Niereninsuffizienz
  • Betreuung nierentransplantatierter Patienten
  • Betreuung von Patienten mit Autoimmunerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen wie z.B. systemischer Lupus Erythematodes, Morbus Wegener, rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew
  • Ganzheitliche und individuelle Behandlung von Bluthochdruck
  • Diabetische Nierenerkrankungen
  • Dialyse (Blutreinigung) und extracorporale Therapieverfahren
  • Endokrinologische Erkrankungen der Hypophyse, des Hypothalamus und der Nebenschilddrüsen
  • Elektrolytstörungen

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte der Abteilung für Nephrologie

Für die Diagnostik kommen die neuesten Verfahren zum Einsatz:

  • Ultraschall-, Doppler- und Kontrastmittelultraschall-Untersuchungen der Niere, anderer abdomineller Organe und des Herzens an einem High-End-Gerät
  • Funktionsdiagnostik zum Salz-Haushalt und zu Veränderungen des Elektrolyt-Transportsystems
  • Durchführung von Nierenbiopsien (-probenentnahmen) in enger Kooperation mit spezialisierten Pathologen, um nach Ergebnisvorlage eine möglichst schnelle Therapie einleiten zu können
  • Untersuchungen des 24-Stunden-Sammelurins zur Bestimmung der Ausscheidung von Kreatinin, Eiweiß, Salzen und anderen Werten. Laborchemische Untersuchungen des Blutes und mikroskopische Untersuchungen des Urins
  • 24-Stunden Blutdruckmessung


Die Therapie bedient sich bewährter und innovativer Verfahren:

► Dialyse

Für die Nierenersatztherapie (Dialyse) stehen eine Reihe von Methoden zur Verfügung. Dazu gehören die Hämodialyse, Hämofiltration, Geniusdialyse und die kontinuierlich ambulante Peritonealdialyse (CAPD). Angeboten werden alle gängigen Verfahren, akute (Notfall-)Dialyse und Betreuung chronischer Dialysepatienten. Als Sonderform können Patienten mit Blutungsrisiko die heparinfreie Dialyse mit lokaler Citrat-Antikoagulation nutzen. Die Betreuung von dialysepflichtigen Patienten erfolgt in unserem Haus. Auch auf der Intensivstation ist die Dialyse gewährleistet.
Daneben stehen auch Plasmaseparation, Immunadsorption, Hämoperfusion und extrakorporale Entgiftungsverfahren zur Verfügung.

► Nierentransplantation

Je mehr Erfahrung eine Klinik mit der Transplantation hat, umso geringer ist die Sterblichkeit der Patienten nach einem solchen Eingriff. Daher dürfen diese Operationen nur Kliniken anbieten, die mehr als 40 Nierentransplantationen pro Jahr durchführen.
Im Klinikum rechts der Isar werden jährlich etwa 80 Nieren transplantiert – also gut doppelt soviel wie vorgeschrieben. Die Abteilung für Nephrologie arbeitet dabei sehr erfolgreich mit der Abteilung für Transplantationschirurgie zusammen. Neben der bereits etablierten Transplantation von Leichennieren setzt sich die Transplantation von Nieren von Lebendspendern immer mehr und mit großem Erfolg durch. Der Schwerpunkt der Abteilung liegt auf der Langzeitbetreuung und dem Risikomanagement sowie auf der Behandlung der chronischen Abstoßung.

► Plasmapherese

Plasmapherese ist eine Therapieform bei Autoimmunerkrankungen, bei der mittels eines Plasmapheresegerätes das patienteneigene Plasma abgefiltert und zeitgleich durch eine Substitutionslösung ersetzt wird, die Elektrolyte, Puffersubstanzen (in der Regel Bikarbonat) und etwa fünf Prozent Albumin oder Frischplasmakonzentrate enthält.

► Antikörpertherapie

Die Antikörpertherapie findet Einsatz bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen sowie Patienten mit akuten Abstoßungsreaktionen nach Nierentransplantation. Folgende Antikörper finden in der Therapie Anwendung: Antikörper gegen B-Lymphozyten (Rituximab), gegen T-Lymphozyten (ATG, OKT3) gegen TNF-alpha (Infliximab) und gegen IL-2-Rezeptor (Basiliximab und Daclizumab).

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte der Abteilung für Nephrologie

Die Forschungsschwerpunkte orientieren sich an der klinischen Tätigkeit, so dass neue Erkenntnisse unmittelbar den Patienten zugute kommen.

Die Ärzte der Abteilung erforschen intensiv:

  • Neue und verbesserte Methoden der Immunsuppression nach Nierentransplantation und bei Autoimmunerkrankungen
  • Die Wirksamkeit und Sicherheit neuer Immunsuppressiva bei transplantierten Patienten und Patienten mit Autoimmunerkrankungen
  • Alternative Gefäßzugänge bei Dialysepatienten
  • Neue Wege in der Vorbeugung und Behandlung des Bluthochdrucks
  • Im nephrologischen Forschungslabor

Im nephrologischen Forschungslabor arbeitet eine wechselnde Anzahl von Ärzten und Studenten aus verschiedenen EU-Ländern und China sowie drei technische Assistenten.


Experimentelle Forschung wird zu folgenden Themen durchgeführt:

  • Hypertensiologische Forschung (Cardiovascular Unit)
  • Pathophysiologie chronischer Transplantatnephropathie
  • Rolle der NK-T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen
  • Prophylaxe von Ischämie / Reperfusionsschäden der Niere
  • Prüfung neuer Immunsuppressiva


Einige Forschungsfelder werden – wo unumgänglich – tierexperimentell untersucht. Der hypertensiologische Schwerpunkt schließt hierbei ein breites hämodynamisches Spektrum ein (Blutdruckmessung, Blutflussmessungen, etc.).
Daneben nutzt die Abteilung intensiv molekularbiologische (Western Blot, RT-PCR) und immunohistochemische Techniken, um tiefer in mechanistische Vorgänge einzudringen.
Ergänzt wird der tierexperimentelle Ansatz durch Zellkulturforschung, die FACS-Analyse sowie klinische Studien.

 

Ausstattung und Services der Abteilung für Nephrologie

Die Station verfügt über 22 Betten; für Dialysepatienten stehen elf Betten zur Verfügung. Auch für Patienten, die vorübergehend einer Therapie bedürfen, aber nicht stationär aufgenommen werden müssen, stehen tagsüber vier Betten bereit.

Neben der stationären Versorgung betreut die Abteilung für Nephrologie ihre Patienten in folgenden Ambulanzen:

  • Transplantationsambulanz
  • Allgemeine nephrologische Ambulanz
  • Private nephrologische Ambulanz
  • Hochdruckambulanz
  • Ambulanz für Bauchfelldialyse (CAPD)
  • Interdisziplinäre Rheumaambulanz
  • Dialyse
  • Stoffwechselambulanz

Eine Übersicht über die Sprechzeiten und Kontaktdaten der Ambulanzen der Abteilung für Nephrologie finden Sie unter Sprechstunden und Ambulanzen.