Abteilung für Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Leitung: Univ.-Prof. Dr. KTM Schneider

Kontakt:
Tel. 089 4140-2431
Fax 089 4140-2447
E-Mail: KTM.Schneider(at)lrz.tu-muenchen.de

Homepage: www.frauenklinik.med.tu-muenchen.de

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen

 

In der Abteilung für Geburtshilfe und Perinatalmedizin begleitet eine erfahrenes Ärzteteam schwangere Frauen vor, während und nach der Geburt. Rund um die Uhr steht den Frauen ein großes Team erfahrener Geburtsmediziner und Neonatologen zur Verfügung. Sehr wichtige Ansprechpartner für die Schwangeren und ihre Begleitperson sind auch die Hebammen, die die Frauen bis zum Abschluss der Geburt einfühlsam und kompetent unterstützen. Jederzeit können - bei Bedarf - auch Ärzte anderer Fachrichtungen miteinbezogen werden. So sind Mutter und Kind auch im Falle eines Risikos umfassend versorgt.
Bei allen Fragen rund um die Geburt erhalten die Schwangeren ausführliche und persönliche Beratung vom Ärzteteam der Abteilung. In Spezialsprechstunden können sich Frauen zu Themen wie beispielsweise pränataler Diagnostik informieren lassen. Eine psychologische Betreuung steht den Frauen, wenn sie es wünschen, zur Seite. Falls ein Kaiserschnitt notwendig werden sollte, steht in unmittelbarer Nähe zum Kreißsaal ein moderner Operationssaal zur Verfügung. Eine Intensivstation für Frühgeborene befindet sich gleich neben der Wöchnerinnenstation.

"Für Ihre Schwangerschaft und Geburt wünscht Ihnen das geburtshilfliche Team der Frauenklinik rechts der Isar schon jetzt viel Zeit zum Geniessen, Vorfreude bei Ihnen und Ihrem Partner und nicht zuletzt alles Gute für Sie und das Kind."

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte

 

Ein Schwerpunkt der Abteilung ist die Betreuung von Risikoschwangeren und Risikogeburten. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete notwendig. Aus diesem Grund gründete das Klinikum rechts der Isar ein interdisziplinäres Mutter-Kind-Zentrum für Prä- und Perinatalmedizin.
Großen Wert wird auf die Früherkennung möglicher Komplikationen gelegt. Die Diagnose erfolgt mithilfe hochauflösender Sonographie, Amniozentese, Chorionzottenbiopsie, Nabelschnurpunktionen und biochemischer Analysen. Sie ermöglicht den Ausschluss von frühen Fehlbildungen des Skeletts, Herzfehlbildungen und chromosomalen Anomalien. Durch computergestützte Aufzeichnung von kindlicher Herzfrequenz und mütterlicher Wehentätigkeit (CTG-Analyse) und Geburtssimulation können Komplikationen vorausgesehen und entsprechend betreut werden.
Besondere Erfahrung besitzt die Abteilung bei der Durchführung des Kaiserschnitts (Sectio) nach der schonenden Misgav-Ladach Methode vorwiegend in Spinalanästhesie, dem totalen Muttermundsverschluss bei extremer Frühgeburtsgefährdung sowie die äußere Wendung aus Beckenendlage in Schädellage.

Die Diagnose und Therapie erfolgt nach den international anerkannten Kriterien der Fetal Medicin Foundation, nach DEGUM II/III-Richtlinien und nach Leitlinien, die im Zentrum selbst erarbeitet wurden. Eine zentrale Aufgabe des Zentrums ist der Nachweis der Steigerung der Qualität durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Daten der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung (BAQ) zeigen das hohe Qualitätsniveau des Mutter-Kind-Zentrums im Klinikum rechts der Isar.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

 

Die Forschung in der Abteilung Perinatalmedizin konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte. Bei schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen, die mit einer Störung der Durchblutung des Feten und der Plazenta einhergehen, wird untersucht, welche Faktoren im Blut und im Gewebe der Nachgeburt für den Krankheitsverlauf bestimmend sind. In weitergehenden Untersuchungen werden die biologischen Eigenschaften isolierter plazentarer Trophoblastzellen erfasst und in Bezug zu Erkrankungen in der Schwangerschaft (z.B. bei Präeklampsie und HELLP-Syndrom) gebracht. Neben der Erforschung pathophysiologischer Zusammenhänge der Präeklampsie werden neue Behandlungsstrategien zur Behandlung hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen – insbesondere beim HELLP-Syndrom – untersucht. Die Projektgruppe arbeitet in enger Kooperation mit der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. F. C. Luft, Dr. G. Wallukat, Dr. R. Dechend und PD. Dr. V. Homuth vom Max-Delbrück-Institut in Berlin/Buch (PD Dr. T. Fischer).

Der zweite Schwerpunkt beinhaltet Aspekte der krankheits- und patientenorientierten klinischen Forschung. Eines der Ziele hierbei ist es, durch die Kombination von dopplersonographischen und biochemischen Untersuchungen zur früheren Erkennung von Schwangerschaftskomplikationen zu kommen. Im einzelnen sind es prä- und subpartale Überwachungsverfahren, die Validierung dopplersonographischer Befunde zur Krankheitsfrüherkennung und computerisierte Analysen kardiotokographischer Befunde (in Zusammenarbeit mit dem IMSE der TUM, Fa. Trium) und zur spezifischeren Erkennung einer fetalen Gefährdung. Die Abteilung für Perinatalmedizin initiiert und nimmt an zahlreichen internationalen multizentrischen Studien zu den genannten Themen teil.

 

Ausstattung und Services

 

Die Entbindung erfolgt in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre, die den Frauen Sicherheit bietet und ihnen gleichzeitig den Raum und die Privatsphäre gibt für das besondere Erlebnis der Geburt. Erfahrene Hebammen und weiteres geschultes Personal stehen den Frauen vor, während und nach der Entbindung zur Seite. Sechs Intensivbetten und Beatmungsmöglichkeiten dienen der Betreuung von Notfällen.
Die Abteilung bietet Geburtsvorbereitungskurse mit Hebammen an. Weitere Informationen dazu finden Sie hier (PDF-Datei).

Spezialsprechstunden ergänzen das Versorgungsangebot:

  • Echokardiographische Sprechstunde gemeinsam mit Frau Prof. Dr. R. Oberhoffer, Kinderklinik
  • Sprechstunde für Dopplersonographie und Pränatale Diagnostik (Chorion-zottenbiopsie, fetale Blutanalyse, Amniozentese mit genetischer Diagnostik) (Prof. Dr. KTM Schneider, OÄ Dr. E. Ostermayer, LOA PD Dr. T. Fischer)
  • Sprechstunde für die Betreuung von Hochrisikoschwangerschaften (wie z.B. schwangerschaftsinduzierte Hypertonie, HELLP-Syndrom (LOA PD Dr. T. Fischer))
  • Sprechstunde für Gestationsdiabetes (OÄ Dr. S. Pildner von Steinburg)
  • Ersttrimester-Screening mit sonographischen und biochemischen Untersuchungen zur Bestimmung des individuellen Hintergrundrisikos für verschiedene Chromosomenaberrationen (Trisomie 13,18,21) (Frau OÄ Dr. E. Ostermayer).
  • Eine Betreuung von Schwangeren in Konfliktsituationen durch eine Diplompsychologin (Frau Dipl.-Psych. U. Ackermann) 


>> Sprechstunden und Ambulanzen