Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Zeichnende Hand mit Bild; copyright M. Stobrawe, Klinikum rechts der Isar

Direktor: Univ.-Prof. Dr. Hans Förstl

Kontakt: Bitte wählen Sie 089 4140 und die Nebenstelle:

Ambulanz -4241
Aufnahmearzt -0 (Telefonzentrale)

Oberärzte, leitende Psychologen
Stv. Klinikdirektor Prof. Dr. S. Leucht: - 4249
Ltd. OA PD Dr. J. Bäuml (Sekretariat): - 4206
Ltd. OA Dr. W. Kissling (Sekretariat): - 4275

OÄ Prof. Dr. J. Diehl-Schmid (Station 9/0): -6488
OA Prof. Dr. J. Hamann (Station 9/2): -4282
OA PD Dr. S. Heres (Station 7/2): -4227
Prof. Dr. Th. Jahn (Abt. für Neuropsychologie): - 4278
OA Prof. Dr. A. Kurz (Sekretariat): - 4275
Dr. E. Mösch (Ltd. Diplompsychologin): - 4225
Dr. G. Pitschel-Walz (Ltd. Diplompsychologin): - 4239
OA Dr. M. Rentrop: - 4265
OA Dr. D. Schwerthöffer (Leiter Schlaflabor): -4231

Abteilungen
Zentrum für kognitive Störungen (Gedächtnissprechstunde): - 4275
Centrum für Disease Management: - 6740
Programm für seelische Gesundheit - 6740

Direktionssekretariat
Tel. 089 4140-4200 / -4201 /-4202
Fax 089 4140-4837
E-Mail: hans.foerstl(at)tum.de

(Bitte adressieren Sie Anfragen für gerichtliche Gutachten an Prof. Förstl.)

Homepage: www.psykl.mri.tum.de 

 

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen 

In der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie erhalten Patienten mit psychischen Erkrankungen Hilfe von einem erfahrenen Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Kunst- und Beschäftigungstherapeuten, Physiotherapeuten sowie Pflegekräften. Die Klinik betreut die Patienten sowohl in akuten Notsituationen als auch im Rahmen einer langfristigen Therapie. Auch die Angehörigen der Patienten können bei Bedarf Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen.
In der Klinik werden sämtliche psychischen Störungen untersucht und behandelt, z. B.:

  • Affektive Erkrankungen
  • Angsterkrankungen
  • Borderline-Syndrome
  • Altersassoziierte Störungen, alle Formen der Demenzen
  • Kognitive Störungen aller Art
  • Psychische Störungen infolge somatischer Grunderkrankungen
  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Schlafstörungen

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte 

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt auf der verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Psychotherapie. Kognitive Verhaltenstherapie wird auf allen Stationen durchgeführt, ferner gibt es eine Psychotherapiestation mit einem Schwerpunkt auf Borderline-Störungen. Um den Heilungserfolg zu stabilisieren, führt die Klinik Therapiemaßnahmen zur Rezidivprophylaxe durch, veranstaltet Psychoedukationsseminare für Patienten und Angehörige und betreut Angehörige. Begleitend zur Psychotherapie bietet die Klinik den Patienten eine Reihe von Maßnahmen an, die den Behandlungsverlauf positiv beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die auf allen Stationen angebotene Kunsttherapie, Musiktherapie, Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, Laufgruppe und Nordic Walking sowie die Physiotherapie und Krankengymnastik.

Zentrum für kognitive Störungen mit Tagesklinik
Im Zentrum für kognitive Störungen in der Möhlstraße 26 erhalten Patienten mit Hirnleistungsstörungen, depressiven Störungen und anderen altersassoziierten Erkrankungen eine umfassende Betreuung. Das Zentrum bietet eine gründliche ambulante Abklärung an, wobei das Leistungsspektrum eine ausführliche neuropsychologische Testdiagnostik und eine ausführliche Befragung der Angehörigen beinhaltet. Bei bestimmten Fragestellungen werden spezielle Labortests (Bestimmung von Tau-Protein und Beta-Amyloid-Protein) und bildgebende Verfahren (Kernspintomographie (MRT), Positronenemissionstomographie (=PET)) eingesetzt.
Ferner gibt es eine Tagesklinik für ältere Menschen, in der Patienten mit solchen Schwierigkeiten intensiv behandelt werden können, ohne dass sie ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen.

Arbeitsgruppe Klinische und Experimentelle Neuropsychologie
Besonderen Wert legt die Klinik auf eine moderne Diagnostik. Denn nur nach einer differenzierten Diagnosestellung, kann das Ärzteteam eine passende Therapie auswählen.
Daher widmet sich eine eigene Arbeitsgruppe innerhalb des Klinikums der neuropsychologischen und persönlichkeitsbezogenen Diagnostik, die Arbeitsgruppe Klinische und Experimentelle Neuropsychologie. Schwerpunkte dieser Arbeitsgruppe sind die Diagnostik neurokognitiver Beeinträchtigungen bei schizophrenen Erkrankungen sowie bei der Früherkennung neurodegenerativer und anderer Demenzen, die psychometrische Methodenentwicklung sowie die klinische und kinematische Untersuchung morbogener und pharmakogener Bewegungsstörungen.

Schlafmedizinisches Zentrum
Für die Diagnostik, Therapie und Erforschung von Schlafstörungen steht der Klinik ein modernes Schlafmedizinisches Zentrum zur Verfügung. Hier können unter anderem Nachtschlaf-Ableitungen (Polysomnographien) und Tagschlaf-Untersuchungen (z.B. multiple Schlaflatenztests) durchgeführt werden. Für Patienten mit chronischen psychophysiologischen Insomnien bietet die Klinik Informationsseminare sowie verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppentherapien an. Über einen E-Mail-Service können Menschen mit Schlafstörungen ihre Fragen an Experten des Zentrums richten und so schnell und kompetent Auskunft erhalten.

Zentrum für Disease Management
Im Zentrum für Disease Management  in der Möhlstraße 26 stehen Spezialambulanzen für schizophrene und depressive Patienten zur Verfügung. Dort arbeitet ein fachübergreifendes Behandlungsteam aus Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern zusammen und entwickelt Disease Management Programme für chronisch rezidivierende schizophrene und depressive Patienten. Ihr Ziel ist es, einer stationären Wiederaufnahme des Patienten vorzubeugen.

  

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Gerade auf einem so komplexen Gebiet wie der Psychiatrie und Psychotherapie spielt die Forschung eine wichtige Rolle. Die Mitarbeiter der Klinik beteiligen sich daher an einer Reihe von wissenschaftlichen Studien, die dem besseren Verständnis psychischer Erkrankungen dienen. Dabei stehen unter anderem folgende Fragestellungen im Vordergrund: Wie entstehen Alzheimer und andere Demenzerkrankungen? Welchen Einfluss haben dabei genetische Faktoren? Wie lassen sich die Erfolge der Verhaltenstherapie weiter verbessern? Welche Therapie hilft bei welcher Erkrankung?
Schwerpunkte der Forschung sind:

  • Neuropsychiatrie, vor allem Demenzforschung
  • Funktionelle Charakterisierung von Suszeptibilitätsgenen
  • Frühdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen (Proteomics)
  • Identifikation neuer Risikogene für neurodegenerative Erkrankungen
  • Klinische Psychopharmakotherapie
  • Kognitive und handlungsbezogene Verhaltenstherapie
  • Psychiatrische Epidemiologie
  • Psychiatrische Versorgungsforschung (Kosten-Nutzen Studien, Qualitätsmanagement, Disease Management)
  • Schlafforschung
  • Umweltbezogene Gesundheitsstörungen / Multiple Chemikalienempfindlichkeit (MCS)
  • Patienten-Emanzipation
  • Angehörigen-Information

  

Ausstattung und Services

Die Klinik besteht aus fünf Stationen mit 100 Betten, einer Tagesklinik, dem Zentrum für kognitive Störungen, dem Schlafmedizinischen Zentrum, einem Konsiliardienst und einer Poliklinik mit einer Reihe von Spezialsprechstunden sowie einem Labor für Neurochemie bzw. Neurogenetik.

Ein Team aus etwa 100 Ärzten, Psychologen, Pflegern und Sozialarbeitern kümmert sich um die Patienten. Für die stationäre Betreuung stehen den Patienten freundlich eingerichtete Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung, ein Aufenthalts-, Gruppen- und Therapieraum sowie auf jeder Station Räume für Kunsttherapie, Musik und andere Beschäftigungen. Neu gestaltet wurde ein Sportplatz und ein Patientengarten.

Diagnostisch stehen der Klinik alle modernen Möglichkeiten der kranialen Bildgebung, Neuropsychologie, Labordiagnostik sowie konsiliarische Mitbetreuung der anderen Abteilungen des Gesamtklinikums zur Verfügung.


>>Sprechstunden und Ambulanzen