Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie

Leitung: Univ.-Prof. Dr. A. B. Imhoff

Kontakt:
Tel. 089 4140-7821
Fax 089 4140-7826
E-Mail: sportortho(at)lrz.tum.de

Homepage: www.sportortho.med.tum.de

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen

In der Poliklinik betreut ein Expertenteam aus 12 Ärzten, 5 Physiotherapeuten und 1 Masseur Patienten mit jeder Art von Sportverletzungen. Aufgrund Ihrer großen Erfahrung und hervorragenden technischen Ausrüstung ist die Poliklinik spezialisiert auf die Behandlung von Leistungssportlern. Dazu zählt zum Beispiel die Betreuung von Fußballern, Skifahrern, Snowboardern und Eishockeyspielern. Die Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie ist der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar zugeordnet.

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte

Die Schwerpunkte der Abteilung liegen auf der Behandlung von

  • Verletzungen des Schultergelenks (z.B. Schulterluxationen und Rotatorenmanschettenläsionen) 
  • Verletzungen des Kniegelenks
  • Implantation von Gelenkprothesen
  • Knorpel- und Knochenschäden an allen Gelenken (u. a. des Sprunggelenks) 
  • Bandrupturen am Ellenbogen (z. B. Morbus Panner) 
  • Verletzungen von Bändern und Menisken (z. B. Kreuzbandrekonstruktionen)


Die Diagnose und Behandlung erfolgt nach den neuesten Erkenntnissen medizinischer Forschung. Besondere Erfahrung besitzt die Klinik auf dem Gebiet der minimal invasiven Eingriffe (Arthroskopie) und der Transplantation von patienteneigenem Knorpel (OATS, Mega-OATS, MACI / ACT). Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem dem Institut für Radiologie im Klinikum rechts der Isar kann die Abteilung die modernsten Verfahren der Bildgebung nutzen. Dazu gehört beispielsweise die Kernspintomographie, die für die Diagnostik von Verletzungen der Schulter, des Knies sowie des Sprunggelenkes besonders hilfreich ist.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die Abteilung für Sportorthopädie beteiligt sich in hohem Maße an wissenschaftlicher Forschung. Derzeit werden große Projekte zur Grundlagenforschung in der Gentherapie der Arthrose und dem "tissue engeneering" durchgeführt. Eine Reihe von klinischen Studien beschäftigt sich unter anderem mit der Optimierung spezialisierter Behandlungsverfahren, die in der Abteilung angewendet werden.

  • Grundlagenforschung
    Die Therapie von Knorpelschäden ist einer der Grundpfeiler der Forschungsbestreben, an die sich eine Kaskade von Forschungsprojekten anschließt. In Zusammenarbeit mit der University of Pittsburgh, USA, der Harvard University Boston, USA und dem Götheborg Institut, Schweden, erfolgt die Erforschung des Knorpelhaushaltes im Hinblick auf Knorpelzelltransplantation und Knorpel-Knochen-Transplantationsverfahren.
  • Klinische Studien
    Klinische Studien nutzen die Erkenntnisse der Grundlagenforschung und erproben unter strenger Kontrolle deren Nutzen für die Patienten. Die Abteilung für Sportorthopädie erforscht in diesem Rahmen unter anderem die operative und konservative Behandlung von Sprunggelenksverletzungen (Bandheilung, Sportfähigkeit, Kraft), Ursachen und Prophylaxe von Trendsportverletzungen (Inline Skating, Mountainbike, Karate, Golf) und die Ergebnisse nach Implantation einer Endoprothese am oberen Sprunggelenk.
  • Biomechanik
    Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt stellt die biomechanische Forschung dar. In dem Zusammenhang wird die Biomechanik der Kreuzbänder und neue Knorpel-Knochen-Transplantationsverfahren erprobt. Desweiteren führen die Wissenschaftler der Abteilung für Sportorthopädie Untersuchungen zur Schulterinstabilität durch und untersuchen das sogenannte Impingementsyndrom sowie Läsionen des oberen Bizepssehnenankers.

Ausstattung und Services

Die Abteilung für Sportorthopädie verfügt über eine Ambulanz und über eine Bettenstation mit 29 Betten und zwei Operationseinheiten (Reinluft-OP). Sowohl in der Klinik als auch im ambulanten Bereich gewährleistet eine moderne krankengymnastisch-physikalische Nachbehandlung eine rasche sportliche Rehabilitation.

Eine besondere Aufgabe der Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie ist die umfassende und langfristige Betreuung von Athleten. Dazu gehört beispielsweise die orthopädisch-traumatologische Betreuung der Sportler des Olympiastützpunktes München mit über 700 Kaderathleten aus dem Leistungs- und Hochleistungsbereich.

Folgende Verbände und Einrichtungen nutzen den Betreuungsservice:

  • der Olympiastützpunkt München
  • die Snowboard-Akademie
  • der deutsche Skiverband
  • das Snowboard Team Ratiopharm
  • das Untersuchungszentrum für Bundesleistungssportler