Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. M. Molls
Kontakt:
Tel. 089 4140 4501/-4502
Fax 089 4140-4882
E-Mail: Klinik-fuer-Strahlentherapie(at)lrz.tu-muenchen.de
Homepage: www.radonc.med.tu-muenchen.de
Fachgebiet und behandelte Erkrankungen
An der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie betreut ein Expertenteam jährlich über 1500 Patienten. Die moderne Strahlentherapie dient vor allen Dingen der Behandlung von Menschen mit einer Tumorerkrankung. Etwa 45 - 50% aller Krebspatienten können heutezutage geheilt werden. Von den Geheilten haben circa 50 - 60% eine Strahlentherapie erhalten. Die Strahlenbehandlung kann entweder als alleinige Behandlungsform oder in Kombination mit einem operativen Eingriff oder einer Chemotherapie durchgeführt werden. Welche Kombination die beste für den Patienten ist, entscheidet ein fächerübergreifendes Ärzteteam individuell für jeden Patienten. Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie ist Teil des interdisziplinären Tumortherapie-Zentrums (TTZ) im Klinikum rechts der Isar.
Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte
An erster Stelle steht das "Aufklärungsgespräch", in welchem der Arzt Indikation, Behandlungsziel, Ablauf und mögliche Nebenwirkungen der vorgesehenen Strahlenbehandlung ausführlich erläutert.
Im Rahmen der Bestrahlungsplanung legt das Ärzteteam die Bestrahlungstechnik und die Bestrahlungsfelder fest. Für viele Patienten wird in Zusammenarbeit von Ärzten und Physikern eine dreidimensionale Bestrahlungsplanung durchgeführt, welche zusätzliche Planungsuntersuchungen erforderlich machen kann. Dazu gehören beispielsweise Computertomographie, Kernspintomographie oder Positronenemissionstomographie. Ziel ist es, den Tumor mit der notwendigen, oft hohen Dosis zu bestrahlen und das gesunde Gewebe maximal zu schonen.
Vielfach kann die Strahlentherapie unter ambulanten Bedingungen erfolgen, da sie die Patienten nur gering oder mäßig belastet. In der Regel werden fünf Bestrahlungen pro Woche (montags bis freitags) durchgeführt. Die jeweilige Bestrahlungszeit ist kurz und dauert im allgemeinen nur wenige Minuten. Für manche Patienten ist es sinnvoll, die Strahlentherapie unter stationären Bedingungen zu beginnen, um die Arbeitsschritte optimal zu koordinieren. Nicht selten bevorzugen die Patienten den "stationären Start" in enger Anbindung an das betreuende Strahlentherapie-Team aus psychologischen und körperlichen Gründen. Auch die zusätzliche Betreuung durch Experten der Psycho-Onkologie kann zeitnah angeboten werden.
Wichtig für den Behandlungsablauf ist auch die vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Ärzten, technischen Assistentinnen, Pflegepersonal und dem ganzen Strahlentherapie-Team. Dem gegenseitigen Vertrauen kommt während der meist mehrwöchigen Behandlungsdauer eine besondere Bedeutung zu. In den Tagen vor Beendigung der Strahlenbehandlung wird mit jedem Patienten besprochen, wie nach der Strahlentherapie weiter vorgegangen werden sollte. Bei entsprechendem Wunsch haben die Patienten im Verlauf der Therapie auch Gespräche mit erfahrenen Mitarbeitern des klinikeigenen Sozialdienstes, z. B. zur Frage einer Anschlußheilbehandlung.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Zur Verbesserung der Behandlungserfolge durch die Strahlentherapie, beteiligt sich die Klinik aktiv an wissenschaftlichen Studien. Dafür arbeitet die Klinik gemeinsam mit einer Reihe inländischer und ausländischer Institutionen, darunter auch mit dem renommierten MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas. Die Schwerpunkte der Forschung liegen unter anderem auf:
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Der Optimierung der Dosisverteilung durch dreidimensionale Bestrahlungsplanung und konformierte Strahlentherapie inkl. Stereotaktische Strahlentherapie / Radiochirurgie.
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Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) und inhomogene Dosisverteilung (Dose painting) orientiert an Tumorbiologie (Biological Imaging).
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Klinische Studien zur Wirksamkeit der kurativen oder palliativen Neutronentherapie bei oberflächlichen Tumoren am Forschungsreaktor der TU München.
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Charakterisierung der Sauerstoffversorgung von Tumoren, z. B. bei Patienten mit Kopf-/Halstumoren.
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Untersuchungen zur prognostischen Bedeutung des Sauerstoffpartialdruckes und zum Einfluss der Sauerstoffversorgung auf die Tumorbiologie (Untersuchungen auf Gen- und Proteinebene).
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Modulation der Strahlenempfindlichkeit durch Zytostatika und biologische Substanzen.
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Klinische Studien zur Kombination von Strahlen- und Chemotherapie.
Ausstattung und Services
Die Klinik verfügt über hochmoderne Technik, die die Strahlentherapie schonend, sicher und effektiv macht. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Klinik ist die Hochpräzisions-Strahlentherapie (Stereotaktische Strahlentherapie, Radiochirurgie, Intensitätsmodulierte Strahlentherapie) und die Kombination von Strahlenbehandlung mit Chemotherapie oder biologisch orientierten Medikamenten bei Krebserkrankungen.
Folgende technische Verfahren stehen der Klinik zur Verfügung:
Zur Vorbereitung der Strahlentherapie:
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Computertomograph (CT)
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Kernspintomograph (MRT)
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Positronenemissionstherapie (PET)
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pO2-Histograph zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Tumor
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Computer-Systeme zur Bestrahlungsplanung (3-dimensionale Strahlentherapie, Stereotaktische Strahlentherapie und Radiochirurgie)
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Simulator
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Multi-leaf Kollimator zur Anpassung des Bestrahlungsfeldes an die individuelle Tumorkontur
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Werkstatt zur Anfertigung von Lagerungshilfen und Individualabsorbern
Zur Durchführung der Strahlentherapie:
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Bestrahlungsgeräte, 3 Linearbeschleuniger incl. Multileafkollimatoren und Verifikationssystemen
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Stereotaktische Strahlentherapie/Radiochirurgie (6 MeV-Linearbeschleuniger)
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1 Linearbeschleuniger zur Intraoperativen Strahlentherapie
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1 Röntgen-Therapiegerät zur Oberflächentherapie (z. B. Hauttumoren)
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2 HDR-Afterloadingtherapiegeräte für endoluminale und interstitielle Brachytherapie
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Neutronenstrahlentherapie (am Forschungsreaktor der TU München in Garching)