Leitung: Univ.-Prof. Dr. Thomas Zilker
Kontakt:
Tel. 089 4140-2241
Fax 089 4140-4789
E-Mail: tox(at)lrz.tum.de
Homepage: www.toxinfo.org
Giftnotruf: 089 19240 (24h)
Fachgebiet und behandelte Erkrankungen
In der toxikologischen Abteilung betreut ein Ärzteteam Patienten, die unter jeder Form von Vergiftung leiden. Dazu zählen beispielsweise Vergiftungen nach einem Suizidversuch, dem Gerbauch von Drogen und dem Verzehr giftiger Pilze. Die Toxikologische Abteilung war die erste Einrichtung auf diesem Spezialgebiet in der Bundesrepublik Deutschland und verfügt daher über eine große Erfahrung. Die Abteilung umfasst die Bereiche:
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Giftnotruf
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toxikologisches Labor
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toxikologische Station mit Intensivstation
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geschlossener Station (Drogenentzug und selbstmordgefährdete Patienten)
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offener Station und Ambulanz
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Umweltambulanz
Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte
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Intensivmedizinische Behandlung von akuten und chronischen Vergiftungen
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Entgiftung drogenabhängiger Patienten
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psychiatrische und sozialpädagogische Betreuung von Patienten
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Vermittlung von Entwöhnungsbehandlungen für drogenabhängige Patienten
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Ambulanz für Patienten mit umwelttoxikologischen Fragestellungen
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toxikologischer Notarztdienst für Gefahrgutunfälle und Massenvergiftungen
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toxikologisch-analytische Untersuchungen einschließlich Drogenfreiheitskontrollen
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telefonische Beratung bei vermeintlichen oder stattgehabten Vergiftungen
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Bevorratung von Antidoten und Schlangenseren
Notarztdienst
Der toxikologische Notarztdienst kommt insbesondere bei Gefahrstoffunfällen und Massenvergiftungen zum Einsatz. In der Regel handelt es sich dabei um Arbeitsunfälle mit inhalatorischen Vergiftungen durch Giftgase und Chemikalien. In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr München kann bei Giftunfällen eine toxikologische Versorgung vor Ort durchgeführt werden mit einem leitenden Notarzt aus der Toxikologischen Abteilung.
Giftanalysen
Im toxikologisch-analytischen Labor wurden im Jahre 2003 16.600 Giftanalysen durchgeführt. Zur Anwendung kamen hierbei nasschemische, photometrische, immunologische und mikroskopische Methoden sowie die Dünnschichtchromatographie, RIA, HPLC und chromometrische Gasanalysen.
Giftnotrufzentrale
Die Giftnotrufzentrale der Toxikologischen Abteilung ist vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren offiziell als eine für Bayern zuständige Giftinformationszentrale benannt. Diese Giftnotrufzentrale ist rund um die Uhr besetzt und gibt Auskunft über Diagnose und Therapie von Vergiftungen aller Art. Basis der Beratungstätigkeit ist hierbei eine ausführliche Datensammlung ("Tox-Info"), in der 60.000 Sachverhalte (Produkte, Stoffe, Adressen, Kasuistiken) beschrieben und wechselseitig miteinander verknüpft sind. Pro Jahr erreichen die Giftnotrufzentrale über 30.000 Anrufe.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
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schwere Vergiftungen mit Arzneimitteln
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Pilzvergiftungen
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Vergiftungen mit Pflanzenschutzmitteln und Unkrautvernichtern
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Drogenvergiftungen und Drogenentzug
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Schwermetallvergiftungen
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Erforschung von Umweltvergiftungen vor allem MCS-Syndrom (multiple chemical sensitivity).
Ausstattung und Services
Das Therapie Zentrum verfügt über 23 Betten. Es besteht aus einer Intensivsation, mit Einrichtungen zur Hämodialyse (Blutwäsche) und Hämoperfusion, einer geschlossenen Station für selbsmordgefährdete und drogenabhängige Patienten, einer allgemeinen toxikologischen Station und der Ambulanz. Insgesamt werden pro Jahr ca. 1500 Patienten behandelt, davon 1100 stationär und 400 ambulant.
Das toxikologische Labor bietet Analytik für Drogen, Opiate (Heroin, Codein, Dihydrocodein, Methadon), Benzodiazepine, Barbiturate, Amphetamine, Ekstasy, Kokain, LSD; Antidepressiva und andere Psychopharmaka, Amatoxin, Laxantien und viele gängige Arzneimittel und chemische Substanzen. Jährlich werden ca. 20.000 Proben untersucht.