Chronische Fatigue Centrum für junge Menschen (MCFC)

Das MRI Chronische Fatigue Centrum (MCFC) für junge Menschen ist das einzige seiner Art in Deutschland. Wir sind spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Myalgischer Encephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Unser Fokus liegt auf der post-infektiösen Fatigue nach Pfeifferschem Drüsenfieber durch Epstein-Barr-Virus (EBV) sowie nach Coronavirus-Erkrankung 2019 (COVID-19) durch SARS-CoV-2 („Long-Covid“).

Sprechstunden

Die interdisziplinäre Sprechstunde des MCFC finden Sie in der Kinderpoliklinik (KIP) des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) am Standort in der Kinderklinik Schwabing. Sie ist in die hämatoimmunologische Ambulanz der KIP eingebunden. Wir behandeln Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Bayern bis zum 21. Lebensjahr. Unser Team verfügt dabei über spezielle klinische und wissenschaftliche Expertise im Bereich von ME/CFS, EBV-assoziierten Erkrankungen und post-COVID Syndromen.

Nach Ihrer Anfrage senden wir Ihnen zunächst Fragen zur medizinischen Vorgeschichte, zu den aktuellen Beschwerden und zur bisherigen Behandlung zu. Auf Basis dieser Informationen berät unser Team dann in einer interdisziplinären Konferenz darüber, wie wir Ihrem Kind bzw. Ihnen am besten helfen können – mit einem Besuch in unserer Sprechstunde oder aber mit der Beratung des/r vor Ort behandelnden Kinder- und Jugend- oder Hausartes/ärztin.

MRI Chronische Fatigue Centrum (MCFC) für junge Menschen
Kinderpoliklinik (KIP) des Klinikums rechts der Isar der
Technischen Universität München (TUM) im Klinikum München Schwabing
Kölner Platz 1
80804 München

Mo: 9 - 16 Uhr

E-Mail: mcfc.kinderklinik[at]mri.tum.de

 

Über uns

In unserem interdisziplinären Team unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Behrends, Kinderhämatoonkologin, arbeiten Ärzt*innen aus unterschiedlichen Fachgebieten, Psycholog*innen, Pflegekräfte sowie wissenschaftliche und technische Mitarbeiter/innen eng zusammen. Unser gemeinsames Anliegen ist es, eine bessere Versorgung der jungen Betroffenen zu ermöglichen sowie Ursachen, Biomarker und Behandlungsoptionen für die postinfektiöse Erschöpfung (Fatigue) mit Belastungsintoleranz zu erforschen. Frau Prof. Behrends ist außerdem Stellvertretende Vorsitzende des Ärztlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS e.V.

Kooperationspartner

https://long-covid-verband.de/
Eine ausführliche Auflistung alle Kooperationspartner finden Sie in Kürze hier.

 

Ausstattung und Service

Um die aufwändige Diagnostik, Beratung, Behandlung und Forschung zu chronischer Fatigue und ME/CFS, leisten zu können, wird unser Zentrum von gemeinnützigen Stiftungen und durch Spenden unterstützt. Als universitäre Einrichtung verbinden wir Diagnostik, Therapie und Forschung. So können wir unsere jungen Patient*innen genau nach ihren jeweiligen Bedürfnissen versorgen und ihnen auch die Teilnahme an klinischen Studien anbieten.

 

Behandlungsschwerpunkte

Unser interdisziplinäres Team fokussiert sich auf die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 21 Jahren, die an chronischer Fatigue und fehlender Belastbarkeit im Anschluss an eine Infektion leiden, vor allem nach Infektionen mit dem EBV oder SARS-CoV2.

Die meisten Patient*innen mit postviraler Fatigue, Long COVID/Post-COVID und/oder ME/CFS sind aus guter Gesundheit heraus erkrankt. Typisch für ME/CFS und manche Formen von Long COVID ist eine lange anhaltende Symptomverschlechterung bereits nach milder Alltagsbelastung (post-exertionelle Malaise, PEM). Die Betroffenen können ihren alltäglichen Aufgaben und Interessen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nachgehen. Fehlzeiten in Schule, Ausbildung oder Studium sind die Folge. Hobbies und soziale Kontakte zu pflegen ist erschwert oder unmöglich. Neben Fatigue und PEM leider Patient*innen mit ME/CFS unter Schmerzen sowie Störungen von Schlaf, Konzentration, Gedächtnis, Kreislauf, Temperaturregulation und Immunsystem. All das macht es unseren jungen Patient*innen unmöglich, ein normales, altersgemäßes Leben zu führen.

Um die Diagnose stellen zu können, sichten wir alle verfügbaren medizinischen Vorbefunde und führen weitere Untersuchungen durch. Auf diese Weise schließen wir andere mögliche Ursachen der Beschwerden aus allen relevanten Fachgebieten aus. Dazu zählen Erkrankungen aus den Bereichen der Infektiologie, Kardiologie, Lungenheilkunde, Allergologie, Neurologie, Endokrinologie, Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Rheumatologie, Psychosomatik und Psychiatrie. Auf Basis der umfassenden Befunde entwickeln wir dann ein genau passendes Behandlungskonzept.

Bei Diagnose einer postviralen Fatigue, Long COVID und/oder eines ME/CFS sieht unser Therapiekonzept eine symptomorientierte, ganzheitliche und transsektorale Versorgung gemeinsam mit Institutionen am Heimatort der jungen Patient*innen vor. Auch Schulen oder andere Ausbildungsinstitutionen beziehen wir darin mit ein. Es ist uns dabei ein großes Anliegen, chronisch kranken jungen Menschen gegebenenfalls einen optimalen Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin zur Erwachsenenmedizin zu erleichtern.

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Noch ist nur wenig darüber bekannt, welche Mechanismen schweren und langwierigen Beschwerden nach Pfeifferschem Drüsenfieber oder nach COVID-19 zu Grunde liegen. Zuverlässige Biomarker und Therapiekonzepte für postvirale Fatigue, Long COVID und/oder ME/CFS, die an der Ursache der Symptome ansetzen, stehen daher weltweit noch nicht zur Verfügung. Viele Betroffene, die nach einer anfangs milden Erkrankung an dauerhaften Symptomen leiden, werden aufgrund des mangelnden Wissens um diese postinfektiösen Erkrankungen stigmatisiert und nicht angemessen versorgt. Um unseren Patient*innen zukünftig eine zielgerichtete Diagnostik und Therapie anbieten zu können, führen wir an unserem Zentrum klinische und präklinische Studien durch.

Im langjährigen Fokus unserer wissenschaftlichen Arbeit stehen EBV-assoziierte Erkrankungen. In klinischen und präklinischen Studien erforschen wir die Ursachen von langwierigen und schweren Verläufen des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Zudem entwickeln wir neue Labortests, suchen nach Ansatzpunkten für die Immuntherapie EBV-assoziierter Erkrankungen und entwickeln einen EBV-Impfstoff. Darüber beteiligen wir uns mit verschiedenen Projekten an der Erforschung von COVID-19 und Long COVID. Der Schwerpunkt unserer Versorgungsforschung liegt auf Projekten zu ME/CFS.

Unsere Forschung wird von verschiedenen externen Institutionen gefördert. Dazu zählen das Helmholtz Zentrum München (HMGU), das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), sowie gemeinnützige Stiftungen und philantrope Sponsoren. Wir danken allen für ihre großartige Unterstützung!

Wenn Sie unsere EBV- und CFS-Forschung finanziell unterstützen möchten, ist dies über das nachfolgende Konto möglich:

Kontoinhaber: Klinikum rechts der Isar
IBAN:  DE82 7005 0000 0202 72
BIC: BYLADEMM
Verwendungszweck: 8810003437 (für die EBV/CFS Forschung)
 

 

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