Deutschlandweit vernetzte Pandemie-Forschung

Deutschlandweit vernetzte Pandemie-Forschung

Die Forschungsprojekte zu Covid-19  des Netzwerks Universitätsmedizin nehmen weiter Fahrt auf – in sehr unterschiedlichen Aufgabenbereichen, aber dennoch eng vernetzt.

Die Corona-Pandemie ist eine dringliche Herausforderung. Die Forschungsprojekte zu Covid-19 im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) suchen nach Antworten und Handlungsstrategien. Das Klinikum rechts der Isar und die Fakultät für Medizin der TUM sind im Netzwerk Universitätsmedizin an wegweisenden Projekten beteiligt. Von insgesamt 13 dieser Projekte sind nun drei weitere angelaufen.

COVIM: Fachübergreifende Erforschung SARS-CoV-2-Immunität
Das Projekt COVIM widmet sich der fachübergreifenden Erforschung von Immunität, um eine schnelle und standardisierte Bestimmung neuer Infektionserreger wie SARS-CoV-2 zu ermöglichen. Wissenschaftler*innen und Kliniker*innen sollen sich dabei mit Daten und ihrer Expertise austauschen. Und: gemeinsam Technologien nutzen. Solche Synergien dürften den Erkenntnisgewinn deutlich beschleunigen – mit dem Ziel, therapeutische und präventive Ansätze zur Immunität gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln. Wissenschaftlicher Projektleiter am Klinikum ist Prof. Dirk Busch. Schwerpunkte des Standorts sind: Untersuchung der individuellen Immunität und die Erforschung der sogenannten Immun-Translation.

B-FAST: Entwicklung von Strategien gegen Pandemien
Das Projekt B-FAST hat zum Ziel, eine nachhaltige Surveillance-und Teststrategie zu entwickeln, die sich auch bei künftigen Pandemien bewährt – und dies in unterschiedlichen Bereichen zu erproben, etwa in Schulen und KiTas, bei prekären Wohnverhältnissen oder Kulturereignissen sowie in Kliniken. Unter Surveillance versteht man eine systematische Erfassung von Gesundheitsdaten mit dem Ziel, Krankheiten planvoll zu bekämpfen. Damit soll es möglich werden, die Ausbreitung des pandemischen Erregers weitgehend durch nicht-medizinische Maßnahmen einzudämmen.
Auf der B-FAST-Plattform sollen dafür relevante Test- und Surveillance-Systeme vernetzt und allen Universitätsklinika, dem Robert Koch-Institut und weiteren Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Wissenschaftliche Projektleiterin am Klinikum ist Prof. Ulrike Protzer. Zu den Schwerpunkten des Standorts gehören: Testmethoden, Surveillance-Management und -Tools und der Anwendungsbereich Krankenhäuser und Kliniken. Ein wichtiges Teilprojekt ist dabei die Entwicklung von Surveillance- und -Testverfahren in Krankenhäusern. Dieses wird von einem fachübergreifenden Team unter Beteiligung von Prof. Percy und Prof. Paul Lingor am Klinikum begleitet.

CODEX: Bereitstellung von Covid-19-Datensätzen
Das Projekt CODEX ist das informationstechnologische Rückgrat des Netzwerks Universitätsmedizin. Geplant ist der Aufbau einer bundesweit einheitlichen, datenschutzkonformen Infrastruktur zur Speicherung und Bereitstellung von Covid-19-Forschungsdatensätzen. Vorgesehen sind unter anderem eine umfassende Datenbank, Datenerfassungsinstrumente, sogenannte Use-&-Access-Verfahren und eine Treuhandstelle. Die entstehende Infrastruktur soll komplexe Covid-19-Forschungsdatensätze – wie klinische Daten, Bilddaten und Daten zu Bioproben – anonymisiert abbilden und der Forschung zur Verfügung stellen. Hauptakteur dieses Projekts ist die Medizininformatik-Initiative. Das Projekt wird vom DIFUTURE-Standort- und -Konsortialleiter Prof. Klaus A. Kuhn und dem Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie betreut.

 

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