Gesundheitsminister Klaus Holetschek besucht Antikörpertherapiezentrum

Gesundheitsminister Klaus Holetschek besucht Antikörpertherapiezentrum

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat am Mittwoch das Antikörpertherapiezentrum am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München besucht und sich dort über die Fortschritte in der monoklonalen Antikörpertherapie informiert.

Holetschek betonte aus diesem Anlass: „Neben der Impfung als wichtigstes Mittel zur Prävention gegen COVID-19 ist die Verbesserung der Therapiemöglichkeiten ein zentraler Baustein der Pandemie-Bekämpfung. Unsere Kliniken setzen bereits neutralisierende monoklonale Antikörper zur Behandlung von COVID-19-Erkrankten mit dem Risiko eines schweren Verlaufes ein. Werden sie rechtzeitig angewendet, können schwere Krankheitsverläufe verhindert werden. Darin steckt großes Potential – leider ist die Behandlungsmöglichkeit aber noch nicht so bekannt. Ich habe deshalb bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Bayerischen Landesärztekammer und dem Bayerischen Hausärzteverband angeregt, dass Ärztinnen und Ärzte, beispielsweise auch in Hausarztpraxen, verstärkt darüber informieren.“ 

Holetschek sagte weiter: „Die Ergebnisse, von denen die Kliniken berichten, sind sehr ermutigend. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass künftig noch mehr Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken von diesen neuen Therapiemöglichkeiten Gebrauch machen können.“ Diese Form der Therapie kann unter anderem chronisch kranke Menschen, die auf eine aktive Impfung nicht ausreichend ansprechen, wirksam vor einem schweren COVID-19-Verlauf schützen.

Antikörpertherapie am Universitätsklinikum rechts der Isar: Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Gespräch mit einer Patientin; rechts Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums rechts der Isar, links die Ärzte Dr. Mareike Verbeek und Dr. Peter Herhaus. ​Foto: Andreas Heddergott, Klinikum rechts der Isar

Antikörpertherapie am Universitätsklinikum rechts der Isar: Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Gespräch mit einer Patientin; rechts Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums rechts der Isar, links die Ärzte Dr. Mareike Verbeek und Dr. Peter Herhaus.
Foto: Andreas Heddergott, Klinikum rechts der Isar

„Das Klinikum rechts der Isar ist stark in der Corona-Forschung und in der Patientenversorgung engagiert“, erklärte Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. Er fügte hinzu: „Wir teilen unsere Kompetenz und unsere Erfahrungen aus der Universitätsmedizin gern, um gemeinsam mit anderen Kliniken, Ärztinnen und Ärzten sowie Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen erfolgreich die Pandemie zu bekämpfen.“ Der Pandemiebeauftragte des Klinikums, Privatdozent Dr. Christoph Spinner, sagte: „Mit steigenden Patientenzahlen ist die Antikörpertherapie für viele Menschen sinnvoll und sollte daher auch möglichst bald breitenwirksam verfügbar gemacht werden.“

In welchem Umfang die monoklonalen Antikörper auch gegen die Omikron-Variante des Coronavirus wirken, ist derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Die bislang vorliegenden Ergebnisse erster Untersuchungen weisen darauf hin, dass einzelne Präparate weiterhin gut wirksam sind, während andere in ihrer Wirksamkeit möglicherweise abgeschwächt sind. 

Vor einer Intensivstation im Universitätsklinikum rechts der Isar: Gesundheitsminister Klaus Holetschek (M.) mit Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums rechts der Isar (2. v. l.) und dem Pandemiebeauftragten des Klinikums, Privatdozent Dr. Christoph Spinner; rechts: Pflegedirektorin Silke Großmann und Prof. Gerhard Schneider, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Foto: Andreas Heddergott, Klinikum rechts der Isar

Vor einer Intensivstation im Universitätsklinikum rechts der Isar: Gesundheitsminister Klaus Holetschek (M.) mit Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums rechts der Isar (2. v. l.) und dem Pandemiebeauftragten des Klinikums, Privatdozent Dr. Christoph Spinner; rechts: Pflegedirektorin Silke Großmann und Prof. Gerhard Schneider, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Foto: Andreas Heddergott, Klinikum rechts der Isar

Die Bundesregierung hatte vorsorglich neutralisierende monoklonale Antikörper (MAK) zur Therapie von COVID-19-Erkrankten mit dem Risiko eines schweren Verlaufes der Erkrankung zentral beschafft. Da diese zum Zeitpunkt der Bestellung durch den Bund noch nicht zugelassen waren, musste ein Sondervertriebsweg gewählt werden. Aktuell erfolgt die Verteilung von einem zentralen Lager des Bundes an Apotheken von Universitätskliniken und Behandlungszentren des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB).

Von diesen Apotheken gehen die Arzneimittel an weitere Apotheken, die wiederum Kliniken und Ärztinnen und Ärzte beliefern. Ziel ist es, diese Arzneimittel – nach ihrer Zulassung – in das reguläre Verteilungssystem für Arzneimittel zu überführen. Holetschek betonte: „Dieses reguläre Verteilsystem ist seit Jahrzehnten bewährt und gewährleistet die zuverlässigste Art der Verteilung von Arzneimitteln an die Patienten.“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek spricht mit zwei Pflegekräften auf einer Covid-19-Station des Klinikums rechts der Isar; im Hintergrund Pflegedirektorin Silke Großmann und Prof. Gerhard Schneider, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Foto: Andreas Heddergott, Klinikum rechts der Isar

Beteiligte Fachbereiche und Kliniken: 

Klinik und Poliklinik für

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