Deutsch-afrikanische Klinikpartnerschaft

24.05.17

Deutsch-afrikanische Klinikpartnerschaft

Klinikum rechts der Isar kooperiert mit Klinik in Ghana

Das Klinikum rechts der Isar der TU München geht eine Krankenhauspartnerschaft mit dem Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi, Ghana, ein. Die Partnerschaft ist eines der ersten Projekte, die das Bundesentwicklungsministeriums im Rahmen der Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" ausgewählt hat. Bundesminister Dr. Gerd Müller und Dr. Carolin Kröner, Stiftungsrat der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, stellten das Projekt bei einer Veranstaltung am Klinikum rechts der Isar vor.

Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegründete Initiative fördert Partnerschaften zwischen deutschen Kliniken und Krankenhäusern in Entwicklungsländern. Die Kooperation zwischen dem Klinikum rechts der Isar und dem Komfo Anokye Teaching Hospital (KATH) wird zunächst mit einer Anschubfinanzierung von 15.000 Euro gefördert. Die Zusammenarbeit der beiden Häuser hat bereits Tradition. Der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten Universitätsklinikums Ghanas ist Dr. Josef Akpaloo, der am Klinikum rechts der Isar seine Weiterbildung als Plastischer Chirurg absolviert hat.

Bessere Patientenversorgung in Ghana

Das Universitätsklinikum KATH in Kumasi im Norden Ghanas verfügt über 2.000 Betten und 4.000 Mitarbeiter. Viele Gebäude und Gerätschaften sind völlig veraltet oder haben erhebliche funktionale Mängel. Ziel der Partnerschaft zwischen den beiden Kliniken ist es, die Versorgung der Patienten im nördlichen Ghana zu verbessern. Dazu sollen die Abläufe und Ergebnisse am KATH sowie die Ausbildung lokaler Fachkräfte verbessert werden.

Auf Seiten des Klinikums rechts der Isar engagieren sich vor allem die Klinik für Chirurgie (Direktor: Prof. H. Friess) und die Klinik für Unfallchirurgie (Direktor: Prof. P. Biberthaler) in der Partnerschaft. Konkret sollen gemeinsame Arbeitsgruppen gegründet werden, die Verbesserungen anstoßen und umsetzen sowie die Ziele mit der ghanaischen Regierung und der WHO abstimmen. Austauscheinsätze von deutschen und ghanaischen Ärzten sowie Schulungsveranstaltung sollen nachhaltig zur Ausbildung der Ärzte beitragen. Darüber hinaus sollen die Arbeitsgruppen festlegen, nach welchen Kriterien die durch die Kooperation erzielten Verbesserungen beurteilt werden können.

Prof. Helmut Friess, einer der Projektverantwortlichen am Klinikum rechts der Isar, erklärt: "Uns ist es wichtig, insbesondere die Verantwortlichen der einzelnen klinischen Abteilungen und die für Lehre und Ausbildung Zuständigen am KATH mit einzubeziehen. Damit wollen wir nachhaltige Verbesserungen in strukturellen und interdisziplinären Prozessen des Klinikums erzielen, die auch für zukünftige Generationen tragen."

Website des Komfo Anokye Teaching Hospitals: www.kathhsp.org

Bildunterschrift: Die Vertreter der vom Bundesentwicklungsministerium ausgewählten Projekte
Vlnr: Johannes Peter, humedica e.V., Burkhard Kömm, Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Dr. Jochen Hubertus, Haunersches Kinderspital, Dr. Carolin Kröner, Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, Bundesminister Dr. Gerd Müller, Katharina Bögel, Missionsärztliches Institut Würzburg, Prof. Helmut Friess, Klinikum rechts der Isar, Marion Belzner, Evang.-Luth. Diakoniewerk Neuendettelsau,  Dr. Annegret Kiefer, Eichsfeld-Klinikum Heiligenstadt (Foto: M. Stobrawe, Klinikum rechts der Isar)

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