Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie

Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring

Kontakt:
Tel. 089 4140-3396
Fax 089 4140-3171
E-Mail: Johannes.Ring(at)lrz.tu-muenchen.de

Homepage: www.derma-allergie.med.tu-muenchen.de

 

Fachgebiet und behandelte Erkrankungen

 

In der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie werden sämtliche Hauterkrankungen und allergische Erkrankungen behandelt. Hierzu verfügt die Klinik über eine Allgemeinambulanz, gegliedert nach Männer-, Frauen- und Kinderambulatorium sowie über eine Privatambulanz. Hier erfolgen die Erstdiagnostik und Einleitung therapeutischer Maßnahmen sowie weitere Betreuungen und die eventuelle Einweisung zur stationären Behandlung. In vielen Fällen werden die Patienten dann in anderen Abteilungen und Spezialsprechstunden im eigenen Hause weiter betreut.

Zur Klinik zählen die Spezialbereiche für Allergologie, Hauttumoren, Kinderdermatologie, operative Dermatologie, Andrologie, Röntgentherapie, Photodermatologie, Laser, kosmetisch Dermatologie, eine Spezialsprechstunde für Geschlechtskrankheiten einschließlich HIV-Infektion und AIDS, eine proktologische und phlebologische Spezialsprechstunde, jeweils eine Sprechstunde für Patienten mit Akne, mit Autoimmunerkrankungen, mit berufsdermatologischen Erkrankungen, mit Borrelien-Infektion, mit Mastozytose, mit Haarproblemen, mit Vitiligo oder mit umweltbezogenen Gesundheitsstörungen.
An die Klinik assoziiert ist das "ZAUM – Zentrum Allergie und Umwelt", in dem die Einflüsse von Umweltfaktoren auf Entstehung, Auslösung und Unterhaltung von Allergien interdisziplinär und kliniknah erforscht werden.

Die Klinik gehört zum Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Sie befindet sich allerdings links der Isar in Schwabing "am Biederstein" gleich neben dem Englischen Garten.

 

Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte

 

Das Leistungsspektrum umfasst alle auf dem Gebiet der Dermatologie und Allergologie relevanten diagnostischen und therapeutischen Versorgungen. Besondere Schwerpunkte bilden dabei:

  • Allergien: Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen einschließlich Provokationstestungen und verschiedener Verfahren wie z.B. spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Ferner Diagnostik und Behandlung von Kontaktallergien und Beratung bei berufsdermatologischen Fragestellungen.
  • Dermato-Onkologie: Diagnostik und Therapie aller Arten und Stadien von Hautkrebs, Zusammenarbeit mit anderen Kliniken des Klinikums im Tumorzentrum.
  • Operative Dermatologie: Behandlung gut- und bösartiger Tumoren von Haut und Schleimhäuten, Fehlbildungen der Haut, entzündlichen und nicht-entzündlichen Hautveränderungen, Venenerkrankungen, proktologischem Symptomenkomplex in Lokalanästhesie und Vollnarkose.
  • Röntgenweichstrahlbehandlungen: Therapie maligner und semimaligner Hautgeschwülste sowie von Fibromatosen (M. Dupuytren, Induratio penis plastica).
  • Photodermatologie: Diagnostik von Photoallergien mit Bestimmung von Aktionsspektren bei Photodermatosen sowie Phototherapie zahlreicher Hauterkankungen einschließlich UVA1- und Balneo-PUVA-Therapie.
  • Laserbehandlung: Therapie angeborener und erworbener vaskulären Veränderungen sowie Hypertrichosen mittels Superpuls-CO2-, ND-YAG-Laser und IPL-Technologie.
  • Andrologie: Diagnostik und Behandlung von Störungen der männlichen Fertilität einschließlich Sonographie, Schwellkörperinjektion und Farbduplex-Diagnostik sowie Hodenbiopsie für testikuläre Spermatozoenextraktion und Möglichkeit der Kryokonservierung.
  • Phlebologie: Duplex-Sonographie, Lichtreflexionsrheographie, Farb-Duplex und volumetrischen Untersuchungen sowie Therapie von venösen Funktionsstörungen.
  • Proktologie: Behandlung von Erkrankungen des hämorrhoidalen Formenkreises.
  • Kinderdermatologie: Neben allgemeinen Hauterkrankungen im Kindesalter sowie erblich bedingten Störungen (Genodermatosen), schwerpunktmäßig Diagnostik und Therapie des atopischen Ekzems (Neurodermitis). Die Klinik ist eine von acht in Deutschland zugelassenen "Neurodermitis-Akademien" des BMG und führt Schulungsprogramme für Neurodermitiskinder und Eltern sowie Trainerseminare für "Neurodermitis-Trainer" durch.
  • Venerologie, STD und HIV: In enger Zusammenarbeit mit der psychosozialen Beratungsstelle der Bayerischen AIDS-Stiftung, die an die Klinik angeschlossen ist, werden Geschlechtskrankheiten diagnostiziert und behandelt.
  • Kosmetische Dermatologie: Es werden Maßnahmen zur Behebung von entstellenden Hautveränderungen angeboten.
  • Haarsprechstunde: Behandlung von Krankheiten des Haarbodens und des Haarorgans.
  • Autoimmunsprechstunde: Therapie der Kollagenosen, blasenbildender Hauterkrankungen u.a., Schwerpunkt Sklerodermie.
  • Umwelterkrankungen: In einer umwelt-medizinischen Sprechstunde werden Patienten mit umweltassoziierten Erkrankungen, insbesondere dem "Öko-Syndrom" (Multiple Chemikalien Sensitivität, MCS) betreut.
  • Vitiligo 
  • Mastozytose 
  • Borreliose

  

Wissenschaftliche Schwerpunkte

 

Allergologie
Errichtung eines "Zentrums Allergie und Umwelt" (ZAUM) durch die Bayerische Staatsregierung
Einrichtung einer Abteilung "Umweltdermatologie und Allergologie" in einem Kooperationsvertrag der TU München mit dem "GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit" Neuherberg (Projekt klinische Kooperationsgruppe GSF/TUM).
Einrichtung einer klinischen Forschergruppe zum Thema "Molekulare und klinische Allergotoxikologie" im Rahmen des BMBF-Schwerpunktprogrammes "Allergie- und Lungenforschung" gemeinsam mit dem Institut für Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene und der GSF (Förderung durch BMBF).
Einfluss von Umweltschadstoffen auf Allergenträger und Allergene (Projekt Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen).
Erfassung von Umweltnoxen und -allergenen im Rahmen berufsdermatologischer Fragestellungen.
Entwicklung und Evaluierung eines Programms zur Neurodermitis-Schulung im Kindesalter (Förderung durch BMG). Evaluierung von Therapieverfahren bei Hauterkrankungen im Kindesalter (europäische Multicenter-Studie).
Untersuchungen zur Rolle von Proteasen bei Typ III – Allergien (DFG, SFB).
Innenraumschadstoffe und Allergien (Stiftung Verum, Bayerische Forschungsstiftung).
Ernährungsberatung im Gesamtkonzept der Behandlung des atopischen Ekzems (Bayerischer Public Health-Verbund, Förderung durch BMBF).
Reduktion der Allergenität von tierischen Nahrungsmittelallergenen (EU-Förderung)
Diagnostik und Pathophysiologie bei Röntgenkontrastmittel-Unverträglichkeit
Allergien und Umweltkrankheiten in der Rehabilitation (Bayerische Staatsregierung)

Photodermatologie

Hautphysiologie

Onkologie
Untersuchung der Prognose der Frühmetastasierung, des Verlaufs und Therapie-Monitoring bei Patienten mit malignem Melanom mittels Tumormarker MIA im Vergleich zu bildgebenden Verfahren (PET, NMR, CT). Kooperationsprojekt mit Nuklearmedizinischer Poliklinik, MRI (DFG).
Pilotprojekt zur histologischen Untersuchung der Progression und Regression von malignen Melanomen beim Münchner Miniaturschwein Troll (Linie UM).
Untersuchungen zum Gentransfer in humane Keratinozytenstammzellen mittels adeno-assoziierter Virus-Vektoren.
Entwicklung gentherapeutischer Behandlungsmethoden bei Genodermatosen wie Sjögren-Larsson-Syndrom oder Netherton Syndrom.
Andrologie
Einfluss von Mastzellprodukten auf die Spermatogenese und Spermatozoenfunktionen
Untersuchungen zu den Signaltransduktionswegen der durch Mastzellprodukte auf humane Spermatozoen vermittelten Effekte.
Untersuchungen über "eosinophilic cationic peptid" im Seminalplasma andrologischer Patienten.

Mikrobiologie, STD und HIV
In vitro-Resistenztestungen von DHS gegenüber Antimykotika; molekularbiologische Untersuchungen gegen Azolantimykotika resistente Candida albicans-Stämme.
Anzucht von Borrelia burgdorferi und molekularbiologische Subtypisierung mittels RNA-Konformationspolymorphismus. Korrelation der Subtypen zum klinischen Verlauf sowie zur humoralen und zellulären Immunreaktion auf Borrelia burgdorferi.
DNA-Nachweis von Borrelia burgdorferi mit PCR in Haut und Urin.
Bedeutung von Staphylococcus aureus-Kolonisation bei Patienten mit atopischem Ekzem.
Proteinchemische und molekularbiologische Untersuchungen wichtiger Erreger der Tinea capitis.
Untersuchungen zur Resistenzinduktion von Erythromycin bei Patienten mit atopischem Ekzem
Opportunistische Infektionen und Therapie, einschließlich unerwünschter Arzneireaktionen bei HIV/AIDS
Noxenkatalog
Die Forschungsgruppe Noxenkatalog - Krankheiten des Menschen durch Schadenskontakte in Umwelt und Beruf - befasst sich unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. S. Borelli nach Herausgabe des Nachschlagesystems "Dermatologischer Noxenkatalog (S. Borelli,
7 Bände, 16.000 Seiten, Springer, Heidelberg - New York, 1988), mit der nun in EDV-Version verfügbaren kontinuierlichen Aktualisierung einer umfassenden Datenbank zum Thema Umweltschäden und Beruf.

  

Ausstattung und Services

 

Für die Patienten steht ein erfahrenes Expertenteam aus über 40 Ärzten zur Verfügung. Sie behandeln im Jahr rund 2.500 Patienten stationär und über 25.000 Patienten ambulant. Auf vier Stationen - davon eine hochmoderne Privatstation - können bis zu 75 Patienten behandelt werden. Für die Routineanalysen befinden sich im Haus sechs speziell ausgerüstete Labore.