Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Markus Schwaiger
Kontakt:
Tel. 089 4140-2990
Fax 089 4140-4950
E-Mail: markus.schwaiger(at)tum.de
Homepage: www.nuk.med.tu-muenchen.de
Fachgebiet und behandelte Erkrankungen
Die Nuklearmedizinische Klinik bietet in enger Kooperation mit anderen Fachdisziplinen ein breites Spektrum moderner Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Stoffen an. Ein Spezialgebiet ist die Diagnostik und Behandlung von gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. Die Klinik hat eine lange Tradition in der Diagnostik und Therapie von gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. Sie verfügt über eine der größten Stationen (20 Betten) für Radioiodtherapie in Deutschland.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die klinische Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Untersuchung onkologischer, kardiologischer und neurologischer Erkrankungen. Hierfür steht an der Klinik u.a. eine integrierte PET-CT Kamera zur Verfügung, durch die hochspezifische Stoffwechseluntersuchungen aus der PET mit einer hochauflösenden Röntgen-Computertomographie (CT) in einer Sitzung kombiniert werden können. Ausdehnung und Lokalisation von bösartigen Tumoren können so mit sehr hoher Genauigkeit auf höchstem Stand der Technik erfasst werden. Die Klinik ist eine der wenigen, die diese derzeit führende bildgebende Methode anbieten kann. Ein interdisziplinäres Team von Ärzten, Physikern, Radiochemikern und Biologen garantiert die bestmögliche Anwendung szintigraphischer Untersuchungsmethoden für klinische und wissenschaftliche Fragestellungen. Auf dem Gebiet der Onkologie steht die Diagnose sowie die Therapiekontrolle mit stoffwechselaktiven Markern zur Verfügung. Die klinische Anwendung wird durch ein radiochemisches und experimentell-biologisches Labor unterstützt, in dem neue Methoden entwickelt und validiert werden.
Die kardiologischen Anwendungsgebiete beziehen sich auf koronare Herzerkrankungen, wobei zum einen die Frühdiagnostik durch quantitative PET-Flußmessungen sowie die Vitalitätsdiagnostik bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion bei bekannter koronarer Herzerkrankung steht. Die diagnostischen nuklearmedizinischen Methoden werden durch den Einsatz der Kernspintomographie zur Erfassung der Herzfunktion ergänzt. Der Schwerpunkt der neurologischen Diagnostik ist der Einsatz nuklearmedizinischer Verfahren bei Epilepsie sowie der Alzheimer-Demenz sowie Aktivierungsstudien zur Charakterisierung regionaler neurologischer Funktionen.
Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte
Therapien:
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Radioimmuntherapie
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Radioiodtherapie
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Radiosynoviorthese
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Schmerztherapie
Untersuchungen:
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Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei onkologischen Fragestellungen incl.
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integrierter PET-CT zur Kombination mit Röntgen-Computertomographie in der gleichen Sitzung
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111 In-Octreotid-Szintigraphie
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Aminopyrin-Atemtest (APT)
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Entzündungsszintigraphie
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Iod-Ganzkörperszintigraphie (I-123, I-131)
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Lungenszintigraphie
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Myokardperfusionsszintigraphie
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Nebenschilddrüsen-Szintigraphie mit 99mTc-MIBI
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Nierenfunktionsszintigraphie
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Nierenfunktionsszintigraphie bei renalem Hypertonus
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Nierenfunktionsszintigraphie: Transplantatniere
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Schilddrüsen-Szintigraphie (Tc-99m, I-123)
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Sentinel-Lymphknoten (SLN) beim Malignen Melanom
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Zentralnervensystem: I-123 FP-CIT (DaTSCAN)-SPECT
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Zentralnervensystem: I-123 IBZM-SPECT
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Zentralnervensystem: Tc-99m ECD-SPECT
Patienten mit einer Erkrankung der Schilddrüse werden im Interdisziplinären Endokrinen Zentrum nach dem neusten Stand der Wissenschaft betreut.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Die Mitarbeiter der Nuklearmedizinischen Klinik beteiligen sich intensiv an der Erforschung neuer und der Verbesserung bestehnder Methoden. In sechs Arbeitsgruppen widmet sich jeweils ein Expertenteam bestimmten Themen in der Nuklearmedizin.
Arbeitsgruppe Radiochemie/Radiopharmakologie
Die Abteilung Radiochemie/Radiopharmakologie der Nuklearmedizinischen Klinik und Poliklinik der TU München ist mit derzeit 17 Mitarbeitern die größte in einer deutschen nuklearmedizinischen Klinik beheimatete radiochemische/ adiopharmakologische Arbeitsgruppe. Durch die Infrastruktur der Technischen Universität München ist ein hoher Grad an Interdisziplinarität gewährleistet. Enge Kooperationen mit dem Institut für Organische Chemie und Biochemie, dem Institut für Radiochemie und die direkte Einbindung in die medizinische Fakultät ermöglichen einen schnellen Wissenstransfer zwischen Forschung und medizinischer Anwendung.
Arbeitsgruppe PET in der Onkologie
Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Medizinern und Naturwissenschaftlern zusammen, die in Kooperation mit anderen Instituten Forschungsprojekte aus der Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen verfolgt. Ziele sind dabei die Optimierung der Diagnostik und des Stagings von Krebserkrankungen, die Kontrolle von Therapieeffekten sowie die Untersuchung der Tumorphysiologie und Genexpression in experimentellen Untersuchungen und klinischen Studien. Hierbei stehen insbesondere die Entwicklung von Verfahren zum Monitoring neuer molekularer Therapieansätze im Vordergrund.
Instrumentierung in der Nuklearmedizin
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Anwendung moderner Methoden der Detektortechnologie und Elektronik, sowie mit Rekonstruktionsalgorithmen und Korrekturverfahren zur Verbesserung der Quantifizierung. Ein Forschungsschwerpunkt ist die "MADPET". Der Prototyp-Sektor-Scanner "MADPET" (Munich Avalanche Photo-Diode PET) ist ein hochauflösender Positronen-Emissions-Tomograph (PET) für funktionelle Untersuchungen an lebenden kleinen Tieren wie Mäusen und Ratten.
Arbeitsgruppe Radioimmuntherapie
Die Arbeitsgruppe Radioimmuntherapie ist ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Naturwissenschaftlern und weiteren Mitarbeitern der Nuklearmedizinischen Klinik und der III. Medizinischen Klinik (Onkologie), das in interner, regionaler und internationaler Kooperation mit verschiedenen Partnerinstituten und -kliniken die Anwendung offener radioaktiver Substanzen zur Therapie von onkologischen Erkrankungen – zusätzlich zur Radioiodtherapie – durchführt.
Arbeitsgruppe Nuklearkardiologie
Die Arbeitsgruppe Nuklearkardiologie setzt sich aus Medizinern und Naturwissenschaftlern der Nuklearmedizinischen Klinik zusammen, die in interner, regionaler, nationaler und internationaler Kooperation mit Partnerinstituten verschiedene Forschungsprojekte aus dem gesamten Spektrum nuklearmedizinischer Herzuntersuchungen verfolgt. Ziele sind dabei nicht nur die Neu- und Weiterentwicklung von Tracerverfahren am Herzen, sondern auch das Studium von kardialer Physiologie und Pathophysiologie unter experimentellen und klinischen Bedingungen, sowie die Definition des klinischen Nutzens der zur Verfügung stehenden Untersuchungsmethoden.
Arbeitsgruppe Funktionelle Neurobildgebung
Das "Neurozentrum für Funktionelle Bildgebung" (NFB) befasst sich mit Motorik-, Schmerz- und Kognitionsforschung. Im NFB werden moderne bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) eingesetzt. Die Anwendungen reichen von der Kartierung neuronaler Aktivität im bis hin zur quantitativen Bestimmung spezifischer Rezeptorverteilungen und der endogenen Neurotransmitterausschüttung in vivo. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Erforschung neurologischer und psychiatrischer Krankheitsbilder und die Mechanismen ihrer therapeutischen Beeinflussbarkeit.