Humboldt-Professur für Fakultät für Medizin der TU München

Humboldt-Professur für Fakultät für Medizin der TU München

Die Fakultät für Medizin der TU München erhält eine Alexander von Humboldt-Professur, die sich dem Thema der Insulin-Resistenz widmen wird. Besetzen wird sie Prof. Matthias Tschöp, ein international renommierter Experte für Stoffwechselkrankheiten. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen.

Die neu geschaffene Professur für Insulin-Resistenz ist ein wichtiger zusätzlicher Baustein für den Forschungsschwerpunkt „Diabetes“, den die TUM-Medizin gemeinsam mit anderen Fakultäten der TUM und dem Helmholtz Zentrum München gebildet hat. Gearbeitet wird hier zum anderen an neuen Erkenntnissen zu den molekularen Mechanismen, die Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten zugrunde liegen. Zum anderen forschen die Wissenschaftler zum Zusammenspiel genetischer Faktoren mit Lebensstil und Umweltfaktoren. Ziel ist es, neue Möglichkeiten der Prävention und Therapie zu entwickeln, die möglichst unmittelbar den Patienten zugutekommen sollen.

Prof. Peter Henningsen, Dekan der Fakultät für Medizin, erläutert: "Matthias Tschöp ist mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen die ideale Ergänzung für unseren Forschungsschwerpunkt. Mit Hilfe der Alexander von Humboldt-Stiftung können wir seinen Bereich so ausstatten, dass er sofort "durchstarten" kann. Ergänzend zu seiner Professur für Insulin-Resistenz werden wir zudem eine weitere Professur zum Thema "Beta-Zellen und Stammzellbiologie" einrichten."

Prof. Matthias Tschöp, 1967 in München geboren, studierte und promovierte an der LMU, bevor er als Post-Doc in einer internationalen pharmazeutischen Firma in den USA tätig war. Nachdem er als Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam gearbeitet hatte, ging er wieder in die USA: Er ist Professor am Institut für Stoffwechselerkrankungen der University of Cincinnati.

Tschöp gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der beiden Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Adipositas. Sein Fokus liegt dabei sowohl auf der Erforschung der molekularen Übertragungswege, die bei Diabetes und Insulinresistenz eine Rolle spielen, als auch auf neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen.

„Der erste Schritt zum Diabetes-Forschungszentrum wurde an der TUM vor einem Jahrzehnt mit der Einrichtung des Else Kröner-Fresenius-Instituts für Ernährungsmedizin gesetzt, damals ein Novum in der deutschen Forschungslandschaft. Das Projekt kulminiert nun mit der Berufung von Professor Tschöp aus den USA auf eine Humboldt-Professur. Als Technische Universität mit einem konkurrenzlosen Fächerportfolio stärken wir damit erneut unsere Biomedizin in Kooperation mit dem HelmholtzZentrum München", sagte TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann zum neuesten Erfolg.
 

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