Hightech im OP-Zentrum Nord

Modernste Technik auf 10.000 Quadratmetern: Im 2018 eröffneten OP-Zentrum Nord sind acht Hightech-OP-Säle, eine interdisziplinäre Intensivstation, die Klinik für Gefäßchirurgie und die topausgestattete gefäßchirurgische Ambulanz untergebracht. „Als Klinikum der Technischen Universität München setzen wir in der Medizintechnik auf absolute Spitzentechnologie. Wir sind stolz darauf, dass wir in unserem neuen OP-Zentrum in allen Bereichen die modernsten Möglichkeiten für die Behandlung unserer Patienten einsetzen können“, sagt Prof. Dr. Markus Schwaiger, Ärztlicher Direktor des Klinikums rechts der Isar.

 

Ein C-Bogen, ein mobiles Röntgengerät, im Hybrid-OP der Gefäßchirurgie

Ein C-Bogen, ein mobiles Röntgengerät, im Hybrid-OP der Gefäßchirurgie

Fotos: M. Stobrawe

Acht OP-Säle mit Spitzentechnologie

Das OP-Zentrum Nord bietet auf sechs Etagen Raum für zwei Nutzungsschwerpunkte: Zum einen den Hightech-OP-Bereich mit acht neuen OP-Sälen und integrierter Bildgebung. Gemeinsam mit dem bereits im Jahr 2010 in Betrieb genommenen OP-Zentrum Nord 1 verfügen wir damit über einen miteinander verbundenen OP-Cluster Nord mit insgesamt 16 OP-Sälen. Damit stehen im Klinikum rechts der Isar nun 43 OPs zur Verfügung. Zum anderen sind im neuen OP-Zentrum Nord die Klinik für Gefäßchirurgie (vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie) mit 28 Betten und Überwachungseinheit und die gefäßchirurgische Ambulanz mit Räumlichkeiten für kleinere Eingriffe untergebracht sowie eine interdisziplinäre Intensivstation mit 16 voll ausgestatteten Intensiveinheiten.

Architektonisch schließt sich das OP-Zentrum als vierter Flügel an unser Neuro-Kopf-Zentrum an – das Gebäude mit den markanten roten Säulen an der Ismaninger Straße. Das Foyer im Erdgeschoss dient als Haupteingang für das bestehende Neuro-Kopf-Zentrum und für den Neubau OP-Zentrum Nord. In der Eingangshalle befinden sich eine Infotheke sowie die Patientenaufnahme mit der Patientenabrechnung. Patienten, Besucher und Mitarbeiter gelangen aber auch vom Haupteingang aus in den nördlichen Trakt des Klinikums rechts der Isar.

Hybrid-OPs ermöglichen Bildgebung während der OP

Im Untergeschoss sind acht hochmoderne Operationssäle inklusive Aufwacheinheit untergebracht, die insbesondere von der Neurochirurgie, der Gefäßchirurgie und der Urologie des Klinikums rechts der Isar genutzt werden. Mehrere Operationssäle sind besonders aufwändig ausgestattete Hybrid-OPs – sie verfügen zusätzlich zu modernster OP-Technologie über verschiedene Arten der Bildgebung. Damit können in diesen Operationssälen nicht nur die Operationen selbst, sondern auch die Diagnostik und eine sofortige Kontrolle der OP erfolgen. Der Vorteil für die Patienten: mehr Sicherheit, weniger Kontrollbedarf und weniger etwaige Revisionseingriffe nach der Operation.

 

Technische Highlights im Überblick

  • Für neurochirurgische Operationen wurden unter anderem ein Operationssaal mit integrierter Kernspintomographie (3 Tesla-MRT) und ein OP-Saal mit integrierter Computertomographie eingerichtet.

  • Hinzu kommen OP-Mikroskope mit Fluoreszenztechniken zur Visualisierung von Tumoren und Gefäßen sowie ein intraoperatives 3D-Röntgen.

  • Die Gefäßchirurgie verfügt unter anderem über einen Hybrid-OP mit Flachdetektor-Angiographie-Gerät und innovativer 3D-Navigation, welche die Orientierung für die Operateure signifikant verbessern wird.

  • Unter Federführung der Klinik für Urologie wird außerdem ein OP-Saal mit integriertem „da Vinci“-OP-Roboter betrieben. Speziell trainiertes Personal steht für roboterassistierte Eingriffe verschiedener Disziplinen zur Verfügung.

 

Spitzentechnologie und Bildgebung während der OP

 

Hybrid-Angiographie-Anlage

Die weltweit erste Hybrid-Angiographie dieser Baureihe ermöglicht es dem Arzt, mittels Live-Röntgen-Bildgebung komplizierte, gefäßchirurgische Eingriffe durchzuführen, ohne den Patienten offen operieren zu müssen. Auch kleinste Details sind hochauflösend dargestellt. Dem Arzt stehen während der Operation alle notwendigen Daten und Bilder unmittelbar zur Verfügung. Moderne Detektortechnologien und iterative Bildrekonstruktion reduzieren die Strahlungsdosis für Patienten und Untersucher.

 

Intraoperative Kernspintomographie

Für eine MRT-Bildgebung steht ein volldigitales 3 Tesla-Hochfeld-System zur Verfügung. Das Gerät zeichnet sich durch eine hohe Abbildungsgenauigkeit und extrem kurze Untersuchungszeiten aus. Insbesondere Patienten mit Gliomen und zerebrovaskulären Erkrankungen profitieren von der Hightech-Bildgebung, mit deren Hilfe der Operateur während der laufenden OP fundierte Entscheidungen treffen und den Erfolg seiner Maßnahmen überprüfen kann. Ein besonders weiter Tunnel und flexible Lagerungsmöglichkeiten sorgen für einen optimalen Komfort. Außerhalb von Operationen steht das Gerät für die diagnostische Neuroradiologie zur Verfügung.

 

Sliding Gantry Computertomographie

Das Computertomographie-System fährt auf Schienen in das OP-Feld – und wenn es nicht mehr benötigt wird, wieder in seine Parkposition. Das mobile CT ermöglicht dreidimensionale, hochauflösende Bilder mit Knochenstruktur und ggf. einzubringenden Werkstoffen, insbesondere bei Operationen an der Wirbelsäule und am Gehirn. So kann der Erfolg des Eingriffs noch während der OP kontrolliert werden. Auch dieses System verfügt über topmoderne Techniken, um die Strahlungsdosis für Patienten und Mitarbeiter zu reduzieren.

 

Pressemeldung zur Eröffnung des neuen OP-Zentrum Nord Anfang Februar 2018.

Wie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Arbeit im OP-Zentrum Nord sechs Wochen nach Eröffnung gefallen hat.

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