Sektion für

Interventionelle Radiologie

Die interventionelle Radiologie bietet innovative bildgesteuerte minimalinvasive Behandlungen von Gefäßen, Organen und Tumoren als schmerz- und risikoarme Alternative zu offenen chirurgischen Eingriffen. Mit modernster Technik, Fachexpertise und persönlicher Zuwendung kümmern wir uns um Ihre Gesundheit.

Sprechstunden

Dienstag: 13:00 –16:00 Uhr, weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung

Tel: 089 / 4140 8272 
E-Mail: interv.radiologieatmri.tum.de

Über uns

Unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Paprottka stehen Ihnen mit Dr. Tobias Waggershauser und Oberarzt Dr. Tobias Geith drei Experten in interventioneller Radiologie zusammen mit einem Team aus Angiographieschwestern und -pflegern, sowie Medizintechnisch-Radiologischen Fachangestellten zur Verfügung. Ein Oberarzt und zwei Assistenzärzte aus der diagnostischen Radiologie verstärken zusätzlich unsere Mannschaft.

Wir arbeiten mit allen gängigen Prozeduren, bieten kompetenten Service auf dem Stand der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und sind Ihr Ansprechpartner für medizinische Notfallbehandlungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Neueste Technik ermöglicht es uns, Sie mit modernsten minimalinvasiven Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten für die zielgenaue, schmerzarme und strahlensparende Behandlung zu versorgen. Dabei achten wir auf eine enge Kooperation und Abstimmung mit den zuweisenden Kollegen aller Abteilungen im Klinikum rechts der Isar und den niedergelassenen Fachärzten, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten.

Ausstattung und Service

Unsere Abteilung verfügt über zwei hochmoderne Angiographiearbeitsplätze sowie einen eigenen Patientenwartebereich für den Aufenthalt vor und nach der Intervention. Der weitere Ausbau der Abteilung steht demnächst an. Falls ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist, findet dieser auf den Stationen der zuweisenden Abteilungen statt.
 

Behandlungsschwerpunkte

Prof. Philipp Paprottka bietet mit seinem Team das gesamte Spektrum der interventionellen Radiologie an. Dazu gehören insbesondere die Schwerpunkte Angiographie und perkutane CT-fluoroskopisch gesteuerte Interventionen. Im Bereich der Angiographie erfolgt die Behandlung mithilfe von Kathetern, mit denen die Ärzte die Blutgefäße der Patienten sondieren.

Je nach Art und Technik des Eingriffes nutzt man einen Zugang, z.B. über eine Leistenarterie oder ‑vene oder einen direkten Zugang durch die Haut, um den betreffenden Körperabschnitt zu erreichen. Dabei ist es meist völlig ausreichend, eine örtliche Betäubung an der Einstichstelle zu setzen, da in vielen Regionen innerhalb des Körpers keine Schmerzen wahrgenommen werden können. Durch den Zugang über Blutgefäße oder die sehr kleinen direkten Zugangswege (Stichwort „Schlüsselloch-Technik“) resultieren weniger Risiken hinsichtlich Komplikationen und insgesamt eine schnellere Genesung im Vergleich zu herkömmlicher Chirurgie. Dank einer weiterentwickelten Technik ist die Belastung mit Röntgenstrahlung für Sie als Patient im Vergleich zu vergangenen Jahrzehnten nur noch minimal.

Möglich sind sowohl gefäßeröffnende Eingriffe (z.B. Rekanalisationen bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, pAVK) als auch gefäßerhaltende Therapien (z.B. bei Aneurysmen), gefäßverschließende Maßnahmen (z.B. bei akuten Blutungen) sowie alle Arten von intra-arteriellen Tumortherapien (onkologische Interventionen, z.B. Radioembolisation, TACE, DEB-TACE etc.). Beispiele der angebotenen Behandlungen umfassen:

Vaskuläre Interventionen:

  • Angiographische Darstellungen des Gefäßsystems
  • Gefäßeröffnende Verfahren bei chronischer pAVK, akuter Ischämie, Lungenembolien und Dialyseshunts: PTA, Stent, Thrombektomien, Lysekatheter
  • Gefäßerhaltende Verfahren bei Dissektionen, Aneurysmata und Blutungen: Stents, Stentgrafts, Endoprothesen
  • Gefäßverschließende Verfahren bei Blutungen, präoperativ, therapeutisch: Embolisationen und Coiling, Varikozelenverödung, Myomembolisation, Hämangiomembolisation
  • Onkologische Verfahren bei Lebertumoren: Chemoembolisation (TACE, transarterielle Chemoembolisation), Radioembolisation (SIRT, selektive intraarterielle Radiotherapie)
  • Portimplantationen/-explantationen und verschiedene zentrale Venenverweilkatheter
  • Fremdkörperbergung, TIPSS, Pfortaderembolisation

Nicht-vaskuläre Interventionen:        

  • Perkutane Gallenwegsinterventionen: PTCD, PTA, Stents

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Als Patient an einer Uniklinik haben Sie Zugang zu den fortschrittlichsten Therapieverfahren. Unser Team beteiligt sich an der Entwicklung neuer Techniken und Medizinprodukte in enger Zusammenarbeit mit Grundlagenfächern wie der Physik und den Ingenieurwissenschaften – hier bietet gerade die TUM hervorragende Voraussetzungen. Einen wesentlichen Fokus unserer Forschungstätigkeit bilden klinische und multizentrische Studien zu onkologischen Therapien. Diese tragen zur optimierten Behandlung von Krebspatienten bei.

Gleichermaßen setzen wir innovative Konzepte in der Lehre um, wie beispielsweise die Anschaffung eines speziellen Simulationsgerätes für Interventionen. So können Studierende und junge Assistenzärzte die Behandlung zuerst „trocken“ üben, bevor sie im wirklichen Leben Patienten behandeln.

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