"HPV hat viele Gesichter": Wanderausstellung zur Krebsprävention im Universitätsklinikum eröffnet

"HPV hat viele Gesichter": Wanderausstellung zur Krebsprävention im Universitätsklinikum eröffnet

Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) bietet einen wichtigen Schutz vor späteren Krebserkrankungen. Die Wanderausstellung „HPV hat viele Gesichter“ zeigt im Eingangsbereich des Universitätsklinikums rechts der Isar (Haupteingang, Ismaninger Straße 22) noch bis 20. Februar die Geschichten von Menschen mit einer HPV-bedingten Krebserkrankung. Die Besichtigung ist kostenfrei und soll Patient*innen und Besucher*innen über die HPV-Impfung und die möglichen Folgen einer HPV-Infektion informieren.

„Die HPV-Impfung rettet Leben und verhindert unzähliges Leid und Tränen“, sagt Prof. Marion Kiechle, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum rechts der Isar. Denn: „Ob Frau oder Mann: Es kann alle treffen.“

Das wissen auch Yvonne Köth, die 2015 selbst die Diagnose einer HPV-16-Infektion und Gebärmutterhalskrebs erhielt, und Stefan Kübler, der 2016 an Peniskrebs erkrankte. Gemeinsam mit anderen Betroffenen erzählen sie im Rahmen der Ausstellung des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der preventa Stiftung ihre Geschichten: „Krebs ist auch eine Infektionskrankheit. Es kann so einfach sein, sich zu schützen!“, appellieren sie. Bestimmte Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebsarten auslösen. Eine Schutzimpfung, die bereits seit 2006 zur Verfügung steht, ist der wirksamste Weg zur Krebsprävention. Ein kleiner Piks, der lange schützt.

Idealerweise sollte die HPV-Impfung vor Aufnahme erster sexueller Kontakte erfolgen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV im Alter von 9 bis 14 Jahren – für Mädchen und Jungen. Aktuell liegt die HPV-Impfquote bei Mädchen im Alter von 15 Jahren allerdings nicht einmal bei 60 Prozent; bei den Jungen nur bei rund 30 Prozent. Eine verhältnismäßig geringe Beteiligung, die Expert*innen alarmiert.

Denn: „Die HPV-Impfung bietet eine einzigartige Chance, verschiedene Krebsarten zu vermeiden. Dies ist eine der größten wissenschaftlichen Fortschritte in der Prävention von Krebserkrankungen!“, erklärt Prof. Florian Bassermann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum rechts der Isar. Prof. Jürgen Gschwend, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, sagt: „Die Impfung gegen HPV rettet Leben und verhindert viele Krebserkrankungen – bei Frauen und bei Männern. Nicht nur Mädchen und junge Frauen, sondern auch Jungen und junge Männer sollten frühzeitig vor einer HPV-Infektion und dem Risiko von Krebs geschützt werden. Deshalb habe ich meine drei Söhne frühzeitig gegen HPV geimpft.“ Prof. Barbara Wollenberg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO), bringt es auf den Punkt: „HPV-Impfung – Nutze Deine Chance zur Krebsprävention!“

von links nach rechts: Prof. Wollenberg, Prof. Bassermann und Prof. Kiechle

Eröffneten die HPV-Wanderausstellung am Universitätsklinikum rechts der Isar (v. l.n.r.): Prof. Barbara Wollenberg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO); Prof. Florian Bassermann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Onkologie und Prof. Marion Kiechle, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde. Foto: Bianca Claße, Klinikum rechts der Isar

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